Letzte Änderung: 16.06.2020, 11:39 Uhr

Koronarangiographie und PCI

Am 19. Februar 2015 wurde das erste Verfahren der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossen: Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie. Zwischenzeitlich ist seit 1. Januar 2019 die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) in Kraft getreten.

Das datengestützte einrichtungsübergreifende Qualitätssicherungs-Verfahren PCI ist auf den Prozess und das Ergebnis der Herzkatheter-Untersuchungen und der perkutanen Koronarintervention fokussiert. Das Verfahren soll eine Verbesserung der Indikationsstellung und der Durchführung der Interventionen sowie eine Verringerung der Komplikationen bzw. unerwünschten Ereignissen ermöglichen. Neben den Sozialdaten, die den Krankenkassen vorliegen, stellt die ärztliche Dokumentation die zweite wesentliche Datenquelle dar.

Mit dem Inkrafttreten des Qualitätssicherungsverfahrens sind seit 1. Januar 2016 alle invasiv tätigen Kardiologen verpflichtet, die Daten nach § 15 der DeQS-Richtlinie zu erheben. Diese Pflicht gilt unabhängig davon, ob ein Praxisverwaltungssystemhersteller bereits eine entsprechende Software zur Verfügung stellt. Trotz der Dokumentationspflicht sind für die Erfassungsjahre 2016, 2017, 2018 und 2019 keine Sanktionen vorgesehen. Dies ergibt sich aus § 18 Teil 2 der DeQS-Richtlinie.

Ansprechpartner

Shambavi Vasudeva