Gesetzliche Fortbildungsverpflichtung

Aktuelles zur gesetzlichen Fortbildungspflicht § 95d SGB V

Die Frist für den Nachweis der fachlichen Fortbildung wird für Ärzte und Psychotherapeuten aufgrund der Corona-Pandemie bis auf weiteres verlängert. Das Bundesministerium für Gesundheit hat einer entsprechenden Anfrage der KBV zugestimmt.

Durch die Coronavirus-Pandemie ist es Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten noch immer nicht möglich, Präsenzfortbildungen zu besuchen und hierdurch Fortbildungsnachweise zu erhalten. Die Frist für den Nachweis der fachlichen Fortbildung für alle Ärzte und Psychotherapeuten wurde bereits mehrfach verlängert, zuletzt bis zur Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Das BMG hat nun auch nach Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite einer Verlängerung der Frist bis zum 31. März 2022 zugestimmt.

Vertragsärzte/-psychotherapeuten (niedergelassen, ermächtigt oder angestellt) sind verpflichtet, sich in dem Umfang fachlich fortzubilden, wie es zur Erhaltung und Fortentwicklung der zur Berufsausübung in der vertragsärztlichen bzw. vertragspsychotherapeutischen Versorgung erforderlichen Fachkenntnisse notwendig ist.

Die Fortbildungen müssen dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Medizin, Zahnmedizin oder Psychotherapie entsprechen.

Ein Vertragsarzt/-psychotherapeut hat somit alle fünf Jahre gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung den Nachweis zu erbringen, dass er in dem zurückliegenden Fünfjahreszeitraum seiner Fortbildungspflicht nachgekommen ist. Der Nachweis erfolgt mittels Zertifikat, das bei der jeweiligen Kammer angefordert werden muss.

Ärzte der KV Nordrhein können eine Punktekontoeinsichtnahme gewähren, die jedoch einer eigenen Einverständniserklärung bedarf.

Ansprechpartner

Ilma Reißner-Gislason