DMP Vertrag Letzte Änderung: 26.03.2021, 16:24 Uhr Lesezeit: 10 Minuten

DMP Diabetes mellitus Typ 2

Diabetes mellitus Typ 2

Der Diabetes mellitus Typ 2 und die damit im Zusammenhang stehenden Stoffwechselstörungen stellen angesichts ihrer Häufigkeit Volkskrankheiten dar, die zu einer empfindlichen Reduzierung der Leistungsfähigkeit und Lebenserwartung der Erkrankten führen. Epidemiologische Untersuchungen zur Prognose des Diabetes mellitus Typ 2 zeigen, dass durch eine frühzeitige Diagnostik, eine qualifizierte Schulung und Betreuung sowie eine individualisierte Therapie die Lebensqualität der Patienten deutlich erhöht und die Behandlungskosten reduziert werden können.

Teilnahmeberechtigt für die koordinierende Versorgungsebene sind Vertragsärzte, die an der hausärztlichen Versorgung teilnehmen und sich anhand des DMP-Praxis-Manuals über die jeweiligen Programme umfassend informiert haben.

Für das nichtärztliche Personal von Ärzten, die an der hausärztlichen Versorgung teilnehmen, entfällt die Nachweispflicht gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein für die jährliche Regelfortbildung und die ZI-Schulungen.

Für die Teilnahme als diabetologische Schwerpunktpraxis (DSP) ist die Qualifikation des Arztes als Diabetologe DDG oder eine vergleichbare Qualifikation erforderlich. In der Praxis müssen eine Diabetesberaterin oder –assistentin DDG sowie eine durch das ZI geschulte qualifizierte Arzthelferin Ganztätig beschäftigt sein.

Für beide Programme (Typ 1 und Typ 2) besteht eine besondere Bedarfsplanung für die Zulassung von DSP. Eine Genehmigung als DSP kann daher nur erteilt werden, wenn hierfür ein Bedarf besteht.

In beiden Programmen besteht eine Fortbildungspflicht für den Arzt und für Diabetes Typ 2 auch für das nichtärztliche Personal der DSP. Jährlich muss mindestens eine Fortbildungsveranstaltung oder eine Qualitätszirkel zum Thema „Diabetes“ besucht werden. Die Fortbildungsveranstaltungen müssen von der Ärztekammer zertifiziert sein. Anträge hierfür erhalten Sie bei der Zertifizierungsabteilung der Ärztekammer Nordrhein.

Nähere Infos sind unter anderem in Anlage 1 und Anlage 2 der Verträge geregelt.