Abrechnung EBM KVNO aktuell Letzte Änderung: 26.08.2021 10:31 Uhr Lesezeit: 1 Minuten

Zweitmeinung auch per Video möglich – neue Indikationen

Das Einholen einer Zweitmeinung ist jetzt auch im Rahmen einer Videosprechstunde möglich.

Zudem wurde die Richtlinie zum Zweitmeinungsverfahren um die Indikation der Amputation bei diabetischem Fußsyndrom ergänzt. Die Vergütung für beide Änderungen ist seit 1. Juli 2021 im EBM geregelt.

Erfolgt die ärztliche Zweitmeinung im Rahmen einer Videosprechstunde (Anlage 31b BMV-Ärzte) sind zu den jeweiligen arztgruppenspezifischen Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschalen die GOP 01444 (10 Punkte/1,11 Euro) und 01450 (40 Punkte/4,45 Euro) berechnungsfähig. Es gelten die gleichen Abrechnungsbestimmungen, wie sie für die Abrechnung der Videosprechstunde außerhalb des Zweitmeinungsverfahrens vorgesehen sind.

Um eine Zweitmeinung abrechnen zu können, benötigen Ärzte eine Genehmigung, die sie bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung beantragen. Der Arzt, der die Zweitmeinung abgibt, rechnet für den Patienten seine jeweilige arztgruppenspezifische Grund- oder Konsiliarpauschale ab. Die Vergütung ist für alle Zweitmeinungsverfahren unabhängig vom jeweiligen Eingriff gleich. Sie erfolgt extrabudgetär.

Fachärzte, die ihren Patienten zu einer Amputation beim diabetischen Fußsyndrom raten, können nun die 01645 (75 Punkte/8,34) für die Aufklärung und Beratung abrechnen. Der Grund: Indikationsstellende Ärzte sind verpflichtet, Patienten vor einem solchen Eingriff über die Möglichkeit einer Zweitmeinung aufzuklären und nötige Unterlagen für den Zweitmeiner bereitzustellen.
 

 

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