Abrechnung Letzte Änderung: 07.07.2021 05:00 Uhr

Weitere Biomarker-Tests in den EBM aufgenommen

Für drei weitere Biomarker-Tests zur Ermittlung des Rezidivrisikos bei Brustkrebs hat der Bewertungsausschuss jetzt die Vergütung festgelegt: Mit den Tests EndoPredict®, MammaPrint® und Prosigna® stehen Ärzten mit dem bereits 2019 zugelassenen Test OncotypeDX ab 1. Juli 2021 insgesamt vier verschiedene Verfahren zur Verfügung.

Die zugelassenen biomarkerbasierten Tests werden zum 1. Juli nach den GOP 19503 EndoPredict® (15280 Punkte / 1699,80 Euro), 19504 MammaPrint® (18880 Punkte / 2100, 29 Euro) und 19505 Prosigna® (18880 Punkte / 2100,29 Euro) in den Abschnitt 19.4.5 EBM aufgenommen. Zudem ist dafür zusätzlich die wissenschaftliche ärztliche Beurteilung komplexer krankheitsrelevanter tumorgenetischer Analysen nach der GOP 19402 (416 Punkte / 46,28 Euro) in EBM-Abschnitt 19.4.1 EBM berechnungsfähig.


Mit dem Beschluss wird klargestellt, dass die Aufarbeitung einer Gewebeprobe nach der GOP 19501 (552 Punkte / 61,41 Euro) ausschließlich in Zusammenhang mit der Veranlassung des biomarkerbasierten Tests Oncotype DX® nach der GOP 19502 (3296,50 Euro) abgerechnet werden kann.


Die Biomarker-Tests sollen die Entscheidung für oder gegen eine adjuvante systemische Chemotherapie unterstützen, wenn diese aufgrund klinischer und pathologischer Kriterien allein nicht eindeutig getroffen werden kann. Die Tests können nur bei Patientinnen mit einem primären Hormonrezeptor-positiven, HER2/neu-negativen, nodal-negativen und nicht metastasierten Mammakarzinom eingesetzt werden. Die Patientinnen müssen im ärztlichen Gespräch über den jeweiligen Test aufgeklärt worden sein.


Zu den Fachgruppen, die die Test-Aufklärung durchführen dürfen, gehören Gynäkologen mit dem Schwerpunkt gynäkologische Onkologie, Fachärzte für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie sowie Internisten oder Gynäkologen mit dem Nachweis der Zusatzweiterbildung „Medikamentöse Tumortherapie“.

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