Abrechnung EBM Honorar KVNO aktuell Letzte Änderung: 25.03.2021 10:12 Uhr Lesezeit: 1 Minuten

Vergütung zur ePA steht fest

Rückwirkend zum 1. Januar 2021 werden zwei neue Gebührenordnungspositionen (GOP) in den EBM aufgenommen, die Ärzte und Psychotherapeuten abrechnen können, wenn sie für einen Patienten medizinische Dokumente wie Befunde oder Arztbriefe in dessen elektronischer Patientenakte (ePA) ablegen.

Das hat der Erweiterte Bewertungsausschuss (EBA) beschlossen. Eine eigenständige Beratungsleistung wurde nicht in den EBM aufgenommen, da der Gesetzgeber diese Aufgabe den Krankenkassen zugewiesen habe, hieß es zur Begründung.

Die GOP 01647 (1,67 Euro/15 Punkte) können Ärzte und Psychotherapeuten einmal im Quartal ansetzen, wenn sie Daten in der ePA erfassen, verarbeiten und/oder speichern. Sie wird als Zuschlag zu den Versicherten-, Grund- und Konsiliarpauschalen gezahlt.

Finden in dem Quartal ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt und eine Videosprechstunde nicht statt, rechnen Praxen die GOP 01431 (33 Cent/3 Punkte) ab. Sie kann je Arzt oder Psychotherapeut bis zu viermal im Quartal für einen Patienten abgerechnet werden. Die Vergütung erfolgt jeweils extrabudgetär. Der EBA hat zudem festgelegt, dass die Höhe der Honorierung mit der nächsten Ausbaustufe der ePA überprüft werden muss. Die Erstbefüllung der ePA wird mit zehn Euro vergütet.

Die elektronische Patientenakte ist zu Jahresbeginn mit einer Testphase gestartet. Ihr flächendeckender Einsatz in den Praxen ist ab Juli geplant: Ärzte und Psychotherapeuten sind dann gesetzlich verpflichtet, die digitalen Akten mit Befunden, Therapieplänen etc. zu befüllen und Daten auszulesen, sofern der Versicherte dies wünscht. Für die Versicherten sind die Anlage und Nutzung der ePA freiwillig.

 

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