Abrechnung EBM KVNO aktuell Letzte Änderung: 04.11.2020 09:27 Uhr Lesezeit: 1 Minuten

Vakuumversiegelungstherapie von Wunden neu im EBM

Seit 1. Oktober 2020 können Ärzte die Vakuumversiegelungstherapie von Wunden auch in der ambulanten Versorgung abrechnen.

Hierbei wird zwischen dem primären und sekundären Wundverschluss unterschieden. Bei letzterem kann die Leistung auch von nicht operativ tätigen Ärzten berechnet werden.

Die Vakuumversiegelungstherapie für den primären Wundverschluss wird über die GOP 31401 (68 Punkte / 7,47 Euro) und die GOP 36401 (64 Punkte / 7,03 Euro) abgebildet. Diese sind als Zuschlag zu einem Eingriff des EBM-Abschnitts 31.2 (ambulante Operationen) beziehungsweise 36.2 (belegärztliche Operationen) einmal am Behandlungstag berechnungsfähig. Die Finanzierung erfolgt – als Leistungen des ambulanten und belegärztlichen Operierens – dauerhaft außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) und somit extrabudgetär zu festen Preisen.

Die neuen Leistungen zum primären Wundverschluss können nur operativ tätige Fachärzte abrechnen. Auf die Aufnahme eines OPS-Kodes für die Vakuumversiegelungstherapie in den Anhang 2 zum EBM wird verzichtet, da die Anlage des entsprechenden Verbandes beim intendierten primären Wundverschluss Bestandteil der Schnitt-Naht-Zeit des Haupteingriffes ist.

Zur Abrechnung der Vakuumversiegelungstherapie beim sekundären Wundverschluss wird die GOP 02314 (135 Punkte /14,83 Euro) in den EBM-Abschnitt 2.3 (kleinchirurgische Eingriffe) aufgenommen. Diese GOP kann neben operativ tätigen Fachärzten auch von weiteren Fachgruppen berechnet werden. Die Vergütung erfolgt zunächst extrabudgetär.

Für die bei der primären und sekundären Vakuumversiegelungstherapie anfallenden Sachkosten werden außerdem vier leistungsbezogene Kostenpauschalen (GOP 40900 bis 40903) in den neuen EBM-Abschnitt 40.17 eingeführt. Die Finanzierung der Kostenpauschalen erfolgt zunächst außerhalb der MGV.

Die Vakuumversiegelungstherapie kann bei Patienten eingesetzt werden, bei denen aufgrund wund- oder patientenspezifischer Risikofaktoren unter einer Standardwundbehandlung keine ausreichende Heilung zu erwarten ist.

Mehr Infos bei der KBV

KVNO aktuell 11 (PDF, 4,5 MB)

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