Hilfsmittel Verordnung KVNO aktuell Letzte Änderung: 30.08.2021 12:31 Uhr Lesezeit: 1 Minuten

Rückruf von Beatmungsgeräten

Aufgrund potenzieller Gesundheitsrisiken ruft der Hersteller Philips verschiedene Beatmungsgeräte zurück, die im Rahmen einer Atemtherapie (invasiv oder nicht invasiv) oder der obstruktiven Schlafapnoetherapie als spezifisches Hilfsmittel verordnet werden.

Die betroffenen Geräte enthalten einen schalldämpfenden Schaumstoff aus polyesterbasiertem Polyurethan, der sich in Partikel zersetzen kann. Diese können in den Luftweg des Gerätes gelangen und vom Patienten aufgenommen oder eingeatmet werden. Das meldet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Zu den möglichen Erkrankungserscheinungen durch die Aufnahme der Chemikalien gehören unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Reizung, Überempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen. Die betroffenen Patienten werden aufgefordert, die verordnete Therapie nicht selbstständig zu verändern, sondern mit ihrem Arzt die am besten geeigneten Optionen für die weitere Behandlung zu besprechen.

Philips plant, den Schaum bei den betroffenen Geräten innerhalb eines Jahres auszutauschen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin verwenden in Deutschland rund 200.000 Patienten die betroffenen Geräte der Firma Philips. Zwischenfälle mit Schäden wurden bisher in Deutschland nicht gemeldet.
 

 

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