Qualität KVNO aktuell Praxisinformation Letzte Änderung: 06.01.2026 08:10 Uhr Lesezeit: 2 Minuten

QS-Verfahren Wundinfektionen wird eingestellt – Verfahren Nierenersatztherapie ausgesetzt

Für operativ tätige Vertragsärztinnen und -ärzte entfällt auch die Dokumentation für 2025. Das QS-Verfahren Nierenersatztherapie ist für 2026 und 2027 ausgesetzt

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Das sektorenübergreifende Qualitätssicherungsverfahren zur Vermeidung von Wundinfektionen nach chirurgischen Eingriffen wird 2026 nicht fortgeführt. Zudem wird beim Verfahren Nierenersatztherapie das Modul Dialyse für die Jahre 2026 und 2027 ausgesetzt.

Aufgrund von Umsetzungsproblemen war die Erprobungsphase des 2017 gestarteten Verfahrens „Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen“ (QS WI) bisher bereits dreimal verlängert worden. Zuletzt konnte das Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) keine nachvollziehbaren Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Verfahrens vorlegen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat daher angesichts der guten Ergebnisse bei den Wundinfektionsraten und des schlechten Aufwand-Nutzen-Verhältnisses des QS-Verfahrens beschlossen, die Erprobung zu beenden und das QS-Verfahren 2026 nicht weiter fortzuführen. Das QS-Verfahren hat gezeigt, dass im vertragsärztlichen Bereich die Wundinfektionsraten sehr niedrig sind und unter einem Promille liegen.

Laufende QS-Maßnahmen werden eingestellt – Dokumentation für 2025 entfällt

Beim QS-Verfahren Wundinfektion wurden alle laufenden QS-Maßnahmen zum Jahresende 2025 eingestellt. Damit entfällt auch für die operativ tätigen Vertragsärztinnen und -ärzte die Dokumentation für 2025, die sie Anfang 2026 hätten einreichen müssen. Sie erhalten letztmalig Rückmeldeberichte zu den postoperativen Wundinfektionen für das Erfassungsjahr 2024.

QS-Verfahren Nierenersatztherapie 2026 und 2027 ausgesetzt

Weiterhin hat der G-BA beschlossen, das Modul Dialyse des QS-Verfahrens Nierenersatztherapie für die Erfassungsjahre 2026 und 2027 auszusetzen. In diesem Zeitraum pausieren sowohl die fallbezogene Dokumentation durch Nephrologinnen und Nephrologen als auch die Sozialdatenlieferung der Krankenkassen. /KBV