Praxisinformation Letzte Änderung: 02.10.2025 07:40 Uhr
Mehr Geld für Fluoreszenzangiographie
Die Preise für den fluoreszierenden Teststoff Fluorescein-Natrium sind gestiegen. Daher wird die Vergütung angepasst.
Augenärztinnen und Augenärzte erhalten für die Fluoreszenzangiographie ab Oktober rund acht Euro mehr. Für den Teststoff Indozyaningrün wird eine eigene Kostenpauschale in den EBM aufgenommen.
Grund für die höhere Vergütung sind die gestiegenen Preise für den fluoreszierenden Teststoff Fluorescein-Natrium. Dieser wird intravenös injiziert. Die Sachkosten für den Teststoff sind in der Gebührenordnungsposition (GOP) 06331 enthalten, die Augenärzte für die Untersuchung abrechnen. Die Bewertung der GOP 06331 wird auf 504 Punkte (62,46 Euro) angehoben, was rund acht Euro mehr bedeutet.
Die Fluoreszenzangiographie wird auch im Rahmen der Photodynamischen Therapie (PDT) durchgeführt. Deshalb wird auch die GOP 06332 für die PDT ab Oktober höher bewertet. Sie steigt ebenfalls um 65 Punkte beziehungsweise rund acht Euro auf dann 2.296 Punkte (284,55 Euro).
Neue Kostenpauschale für Teststoff Indozyaningrün
Für den Teststoff Indozyaningrün gibt es ab Oktober die neue Kostenpauschale 40682 im EBM. Sie ist mit 72,31 Euro bewertet. Bisher war dieser Teststoff auch in den GOP 06331 und 06332 enthalten. Indozyaningrün wird nur in speziellen Fällen und somit deutlich seltener angewendet. Voraussetzung für die Abrechnung ist eine medizinische Begründung der Verwendung. Die neue Kostenpauschale darf bei maximal fünf Prozent der Fluoreszenzangiographien (GOP 06331 und 06332), die eine Praxis durchführt, angesetzt werden.
Die Krankenkassen stellen zur Finanzierung der Bewertungserhöhung der GOP 06331 und 06332 zusätzliche Finanzmittel bereit, die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung wird entsprechend angehoben. Die neue Kostenpauschale 40682 wird zunächst extrabudgetär vergütet. /KBV