KVNO aktuell Letzte Änderung: 01.09.2021 00:00 Uhr

Großstädter leiden häufiger an Heuschnupfen

Menschen, die in Großstädten leben, leiden deutlich häufiger an Heuschnupfen als Bewohner ländlicher Regionen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

Im Untersuchungszeitraum von 2010 bis 2019 zeigte sich in Bezug auf die Heuschnupfen-Häufigkeit durchgehend ein klares Stadt-Land-Gefälle. Das weise darauf hin, dass Umwelteinflüsse am Wohnort von großer Bedeutung für das Auftreten der Erkrankung sein können, so die Wissenschaftler. 2019 lag der Anteil erkrankter Versicherter in dünn besiedelten ländlichen Kreisen bei 6,6 Prozent gegenüber 7,8 Prozent in kreisfreien Großstädten. Das gilt jedoch nicht für Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene im Alter bis zu 24 Jahren. Für sie wurden in Regionen mit dem höchsten Urbanitätsgrad die niedrigsten Erkrankungszahlen dokumentiert.

Insgesamt wurde 2019 bei mehr als fünf Millionen gesetzlich Versicherten Heuschnupfen diagnostiziert. Das entspricht einem Anteil von 7,1 Prozent. Im Vergleich zu 2010, als 4,2 Millionen Versicherte mit Heuschnupfen behandelt wurden, stieg damit die Zahl der Erkrankten um 19 Prozent an. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.

Die Studie des Zi basiert auf der Auswertung der bundesweiten vertragsärztlichen Abrechnungsdaten für die Jahre 2010 bis 2019 im Kollektiv aller gesetzlich Versicherten, die die vertragsärztliche Versorgung in Anspruch genommen haben.