Notdienst Service Letzte Änderung: 19.03.2025 16:44 Uhr Lesezeit: 1 Minuten

Grevenbroich: Ohne Klinik-Ambulanz keine Portalpraxis

Ambulanter Notdienst in Grevenbroich: Ohne Klinik-Ambulanz keine Portalpraxis – nur gemeinsam können Patienten sicher und effektiv versorgt werden

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© iStock
Empfang einer Notdienstpraxis

Seit Monaten wird öffentlich über die Zukunft der Notfallambulanz am Elisabethkrankenhaus Grevenbroich diskutiert. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) ist als Trägerin der Portalpraxis unmittelbar betroffen: Ohne die angebundene Klinikambulanz kann die Portalpraxis nicht sinnvoll weitergeführt werden.

In der Portalpraxis arbeiten Klinikärzte eng mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten zusammen. Die Notdienstpraxis der KV stellt die Versorgung von Patienten außerhalb der regulären Praxiszeiten sicher – abends sowie an Wochenenden und entlastet so die Klinikambulanz von ambulanten Notfällen.

Betriebsende der Klinikambulanz voraussichtlich im Sommer

Nach den Informationen der KVNO plant die Klinik-Geschäftsführung, den Betrieb der Notfallambulanz aus wirtschaftlichen Gründen im Sommer einzustellen. Damit entfällt die Basis für den Betrieb der Portalpraxis. Bis zur Schließung der Notfallambulanz wird die Einrichtung selbstverständlich geöffnet bleiben. Auch für den Fall, dass das Krankenhaus den Weiterbetrieb der Ambulanz beschließen sollte, wird die KVNO den Standort aufrechterhalten.

„Die Schließung der Notfallambulanz hat unmittelbare Auswirkungen auf den Betrieb der Portalpraxis und die ambulante Versorgung in Grevenbroich. Unser Notdienst ist kein Ersatz für eine stationäre Akutversorgung“, erklärt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KVNO. „Weder personell noch technisch kann die Portalpraxis die Klinikambulanz ersetzen. Das bewährte Zusammenspiel beider Einrichtungen ist für eine sichere und effektive Patientenversorgung unverzichtbar. Solange die Ambulanz des Krankenhauses betrieben wird, werden wir am Standort Grevenbroich selbstverständlich geöffnet bleiben.“ Darüber hinaus übernehmen die Portalpraxen laut Bergmann eine wichtige Rolle, um Krankenhäuser und Rettungsdienste zu entlasten. Sie fangen leichtere Fälle auf, die keinen stationären Aufenthalt benötigen. Fällt die Notfallambulanz weg, entfällt auch diese Entlastung – zulasten der Patienten.

Verbindliches Konzept der Portalpraxen in NRW

Seit 2019 verfolgt Nordrhein mit den Portalpraxen ein koordiniertes Versorgungskonzept: Patienten werden an einem zentralen Empfang nach Dringlichkeit eingestuft und an die passende Stelle weitergeleitet – entweder an den kassenärztlichen Notdienst oder direkt in die Klinikambulanz. Dieses Konzept wird von allen relevanten Akteuren im Gesundheitswesen unterstützt – von Krankenkassen über Ärztekammern bis hin zum NRW-Gesundheitsministerium.

Alternative Anlaufstellen im ambulanten Notdienst im Umland

Für die Bevölkerung bedeutet das konkret: Sollte die Notfallambulanz des Grevenbroicher Elisabethkrankenhauses schließen, stehen weiterhin alternative Anlaufstellen bereit. Die nächstgelegenen Portalpraxen befinden sich in Dormagen, Neuss und Mönchengladbach. Außerdem können Patientinnen und Patienten zu den Notdienstzeiten über die kostenlose Rufnummer 116 117 einen ärztlichen Hausbesuch erfragen.

Kontakt

Christopher Schneider

KV Nordrhein
stellv. Pressesprecher

Telefon +49 211 5970 8280
E-Mail presse@kvno.de