Abrechnung EBM KVNO aktuell Letzte Änderung: 20.10.2021 00:00 Uhr Lesezeit: 2 Minuten

Erweitertes Neugeborenen-Screening: Vergütung steht fest

Für das erweiterte Neugeborenen-Screening mit Untersuchungen auf 5q-assoziierte spinale Muskelatrophie (SMA) und die Sichelzellkrankheit ist zum 1. Oktober 2021 die Vergütung festgelegt worden.

Das Screening auf die Sichelzellkrankheit erfolgt mittels Tandemmassenspektrometrie, Hochleistungsflüssigkeitschromatografie oder Kapillarelektrophorese. Das Screening auf SMA durch den Nachweis einer SMN1-Gen-Deletion wird mittels molekulargenetischer Verfahren durchgeführt.

Der zusätzlich erforderliche Aufwand für die Beratung im Zusammenhang mit dem Neugeborenen-Screening wird durch eine Erhöhung der Bewertung der GOP 01707 um 49 Punkte auf nunmehr 184 Punkte (20,47 Euro) berücksichtigt. Den Aufwand für die In-vitro-Diagnostik hat der Bewertungsausschuss mit 76 Punkten bewertet und die Punktzahl der GOP 01724 auf 297 Punkte (33,04 Euro) erhöht.

Der Gemeinsame Bundesausschuss hatte das Neugeborenen-Screening Ende 2020 zunächst um die Sichelzellkrankheit und dann um SMA erweitert. Damit können künftig mittels Blutuntersuchung insgesamt 16 angeborene Störungen des Stoffwechsels, des Hormon-, Blut-, und Immunsystems sowie des neuromuskulären Systems frühzeitig entdeckt und zielgerichtet behandelt werden.

 

Kontakt

Serviceteam Düsseldorf

Serviceteam Köln