Psychotherapie Letzte Änderung: 10.02.2021 02:30 Uhr

„Erfolgreiche Strukturen müssen fortgeführt werden“

Dr. med. Frank Bergmann ist einer der Väter des NPPV-Projekts. Mit dem Vorstandsvorsitzenden der KV Nordrhein sprachen wir über Erfolge, Herausforderungen und die Zukunft des Modells.

© KV Nordrhein

Das Projekt NPPV ist nicht zuletzt durch seine hohe Akzeptanz bei Praxen wie auch bei den Patienten selbst erfolgreich und bekannt geworden. Haben Sie die geplanten Ziele erreicht?

Unsere Ziele bezüglich teilnehmender Praxen haben wir bereits ein Jahr früher als geplant erreicht. Auch bei den Patientenzahlen lagen wir bis Ende 2019 immer im Plan und gehen daher von einem hohen Bedarf der Zielgruppe aus.

Wie hat sich die Pandemie ausgewirkt?

Mit Beginn der Pandemie Ende Februar 2020 sind die Teilnehmerzahlen in einigen Indikationen zum Teil um 70 Prozent eingebrochen. Da am Ende für die Evaluation des Projekts jeder Patient zählt, haben wir uns sehr für eine Verlängerung eingesetzt. Wir sind froh, dass das geklappt hat und sind dem Förderer sehr dankbar dafür. Er gibt uns dadurch die Möglichkeit, bei den Teilnehmerzahlen wieder das Niveau vor der Pandemie zu erreichen. Eine Verlängerung ist auch deshalb sinnvoll, weil NPPV in diesen besonderen Zeiten eine wichtige Hilfe für die teilnehmenden Praxen und Patienten war und ist.

Ende 2021 wird das Projekt definitiv enden. Wie geht es danach weiter?

Für uns ist klar, dass die erfolgreich aufgebauten Strukturen fortgeführt werden müssen, und zwar ohne größere Unterbrechung. Auch wenn die Evaluation abzuwarten ist, haben wir viele vielversprechende Zwischenergebnisse und viel Zuspruch seitens Patienten und Partnern. NPPV besteht aus mehreren Bauteilen: neue Versorgungsleistungen wie niederschwellige Gruppen, E-Mental-Health und Bezugsversorgung, aber auch Strukturleistungen wie Netzwerk- und Case Management sowie IT-Unterstützung. Wichtig ist jetzt aber auch, das Projekt erfolgreich fortzusetzen. Wir freuen uns daher weiterhin über jeden neuen Netzwerkpartner.