Abrechnung EBM Telemedizin KVNO aktuell Letzte Änderung: 20.10.2021 00:00 Uhr Lesezeit: 1 Minuten

ePA-Erstbefüllung: Details zur Abrechnung geregelt

Vertragsärzte können die sektorenübergreifende Erstbefüllung einer elektronischen Patientenakte (ePA) ab sofort rückwirkend bis zum 1. Januar 2021 abrechnen. Laut Gesetz erhalten sie dafür zehn Euro, wenn sie als Erste zum Beispiel Befunde oder Arztbriefe in der Akte ablegen.

Eine sektorenübergreifende Erstbefüllung liegt vor, wenn noch keine Inhalte von ärztlicher Seite in die ePA eingestellt worden sind. Die sektorenübergreifende Erstbefüllung darf je Patient nur einmal abgerechnet werden. Vertragsärzte und -psychotherapeuten rechnen die Erstbefüllung einer ePA mit der Pseudo-Gebührenordnungsposition (GOP) 88270 ab. Ab 2022 ist eine Überführung dieser Leistung für Vertragsärzte in den EBM vorgesehen.

Sollte es zu Mehrfachabrechnungen kommen – das kann passieren, wenn beispielsweise ein Patient bereits eingestellte Daten wieder gelöscht hat und dies für den Arzt oder Psychotherapeuten nicht ersichtlich war –, kann die Krankenkasse die Pauschale von zehn Euro von der Kassenärztlichen Vereinigung zurückfordern. Der Arzt oder Psychotherapeut erhält in diesem Fall stattdessen die „Zusatzpauschale für die ePA-Unterstützungsleistung“ (15 Punkte/1,67 Euro), die für die ärztliche ePA-Tätigkeit außerhalb der Erstbefüllung im Behandlungsfall berechnungsfähig ist.

Mit der Erstbefüllung sind keine vertragsärztlichen Beratungspflichten der Versicherten zur Funktionalität oder Nutzung der ePA verbunden.

 

 

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