Verordnung KVNO aktuell Letzte Änderung: 30.06.2022 13:29 Uhr Lesezeit: 1 Minuten

Bei Krankenfahrten auf Indikation achten

Die Verordnung von Krankenfahrten zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung ist in Einzelfällen bei medizinischer Notwendigkeit möglich.

© Youngyuth Chanthabutr / AdobeStock

Der Transport vom eigenen PKW bis hin zum Notarztwagen wird in der Transport-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss geregelt und kann auf dem Vordruck Muster 4 verordnet werden. Zur ambulanten Behandlung übernehmen die Krankenkassen Krankenfahrten und -transporte grundsätzlich nur nach vorheriger Genehmigung – mit Ausnahme von Notfällen – und wenn sie im Zusammenhang mit einer Leistung stehen, die zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung zählt und zwingend medizinisch notwendig ist.

Bei bestimmten Behinderungsgraden oder Pflegestufen gilt eine sogenannte Genehmigungsfiktion. Die Voraussetzungen hierfür werden in § 60 Absatz 1 SGB V geregelt: Für Krankenfahrten zur ambulanten Behandlung gilt die Genehmigung als erteilt, wenn die Personen einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ besitzen oder in den Pflegegraden 3, 4 oder 5 eingestuft sind. Bei Einstufung in den Pflegegrad 3 muss zusätzlich eine dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität vorliegen.

Der BKK-Landesverband weist darauf hin, dass bei Überprüfung der Krankenfahrten zur ambulanten Behandlung ohne Genehmigung die Voraussetzungen der Genehmigungsfiktion (Schwerbehindertenausweis oder Pflegegrad) nicht immer vorliegen und bittet die Praxen, auf die Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ bzw. den Pflegegrad 4, 5 und 3 mit dauerhafter Mobilitätseinschränkung zu achten.

 

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