Letzte Änderung: 15.09.2022 15:18 Uhr Lesezeit: 3 Minuten

Kinderärztliche Versorgung in Oberberg - KVNO stellt Fördermittel in Höhe von 70.000 Euro bereit

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) fördert mit ihrem Strukturfonds finanziell die ambulante Versorgung im Rheinland.

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Ärztinnen und Ärzte, die sich in einem von der KVNO festgelegten Fördergebiet niederlassen, können mit bis zu 70.000 Euro unterstützt werden. Diese finanzielle Unterstützung wird jetzt auch für die Verbesserung der kinder- und jugendärztlichen Versorgung im Oberbergischen Kreis zur Verfügung gestellt, d.h. eine Pädiaterin oder ein Pädiater kann die Mittel als Investitionskostenzuschuss für den Start der ambulanten Tätigkeit bei der KV beantragen. Der Zuschuss kann dabei für die Besetzung einer freien Zulassung als auch für die Übernahme einer bereits bestehenden Kinderarzt-Praxis gewährt werden.

Aktuell ist in Oberberg ein kinderärztlicher Vertragsarztsitz unbesetzt, außerdem werden für einen weiteren Vertragsarztsitz und für eine hälftige Anstellung gerade Nachfolger gesucht.

„Ich wünsche mir, dass sich durch unsere Förderung rasch eine weitere Kinderärztin oder ein Kinderarzt für den Kreis Oberberg findet. Zusammen mit dem Kreis haben wir bereits in der Vergangenheit bei vielen Gelegenheiten für eine Niederlassung in der Region geworben. Mit unserem Zuschuss wollen wir als KV ein weiteres Signal an einen interessierten Pädiater senden“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KVNO.

Langfristige und gezielte Verbesserung der ambulanten Versorgung

Den Strukturfonds der KVNO gibt es seit 2018, der Förderschwerpunkt liegt primär auf der Stärkung der hausärztlichen Versorgung. In Oberberg zählen im hausärztlichen Bereich bereits die Bereiche Gummersbach und Waldbröl zu den Fördergebieten. Seit 2022 werden in einzelnen Kreisen des Rheinlands aber auch fachärztliche Niederlassungen – etwa im Bereich der Neurologie und Gynäkologie – gefördert. Voraussetzung ist, dass Analysen der KVNO vor allem perspektivisch einen besonderen Sicherstellungsbedarf aufgezeigt haben. Eine Inanspruchnahme der Fördermittel aus dem Strukturfonds ist für die geförderte Ärztin bzw. den geförderten Arzt dann mit der Verpflichtung geknüpft, mindestens fünf Jahre vor Ort ambulant tätig zu sein.

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Thomas Petersdorff