Niederlassung Qualität Letzte Änderung: 11.02.2022 10:35 Uhr Lesezeit: 2 Minuten

Fast 250 neue Hausärztinnen und Hausärzte durch Fördermaßnahmen der KV Nordrhein

Ein hochwirksames Mittel zur Förderung der ambulanten medizinischen Versorgung geht ins vierte Jahr.

© Printemps|AdobeStock

Auch in 2022 beweist das Förderprogramm für neue Hausärzte, der "Strukturfonds" der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO), seinen positiven Einfluss auf die ambulante Versorgung im Rheinland.

In Summe sind im Rahmen des Strukturfonds bis heute Fördergelder in Höhe von über 16 Millionen Euro vergeben worden. Mit den Mitteln konnten seit Projektstart im Jahr 2018 insgesamt 245 neue Hausärztinnen und Hausärzte im Rheinland hinzugewonnen werden – dies vor allem in Regionen mit sich abzeichnendem Versorgungsrückgang. Neben der hausärztlichen Versorgung werden seit Beginn des Jahres erstmals auch einzelne Facharztgruppen sowie die Substitutionsbehandlung (Behandlung von drogenabhängigen Menschen) gefördert.   

"Seit mehr als drei Jahren trägt der Strukturfonds substanziell dazu bei, die wohnortnahe ambulante Versorgung im Rheinland auf einem konstant hohen Niveau zu halten – und das zielgerichtet und mit nachweislichem Erfolg. Ich freue mich, dass die Kolleginnen und Kollegen das Förderangebot nach wie vor so rege in Anspruch nehmen, um mit uns gemeinsam die ambulante Versorgung nachhaltig zu stärken", sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KVNO.  

Unterstützung nun auch für Facharztgruppen 
Seit dem 1. Januar dieses Jahres können im Rahmen des Strukturfonds nun auch für grundversorgende Fachärzte Fördergebiete und förderfähige Sitze ausgewiesen werden. Das Angebot richtet sich aktuell an niederlassungswillige Nervenärzte im Kreis Wesel sowie an Hautärzte im Oberbergischen Kreis, die bei Praxisneugründungen oder Sitzübernahmen mit bis zu 70.000 Euro durch Investitionskostenzuschüsse unterstützt werden. 

„Als zentrale Säule des Strukturfonds haben Investitionskostenzuschüsse schon im hausärztlichen Bereich in den letzten Jahren erfolgreich zu zahlreichen Neuniederlassungen und Anstellungen in den bisherigen Fördergebieten geführt. Dass jetzt auch gezielt einzelne Facharztgruppen angesprochen werden, ist der konsequente und richtige nächste Schritt", betont Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorsitzender der KVNO. 

Förderung von Substitutionsbehandlung 

Mit Fondsmitteln unterstützt werden nun auch Ärztinnen und Ärzte, die ein zusätzliches Angebot an substitutionsgestützten Behandlungen im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung anbieten. Die KVNO bezuschusst dabei den Erwerb der Zusatzbezeichnung „Suchtmedizinische Grundversorgung“ mit einmalig 1.000 Euro ab der ersten Behandlung. Zudem wird in ausgewiesenen Fördergebieten eine Anschubfinanzierung für Anschaffungen bei der Einrichtung eines Substitutionsangebots gewährt. Je nach Anzahl der behandelten Patienten kann eine Förderung zwischen 1.000 und 5.000 Euro erfolgen.

Liste der Fördergebiete aktualisiert

Turnusgemäß ist auch die Liste der Fördergebiete zum 1. Januar 2022 aktualisiert worden. Grundlage ist die regelmäßige Analyse des jeweiligen Versorgungsstands sowie der Altersstruktur der vor Ort praktizierenden Ärztinnen und Ärzte durch die KVNO. Von den 23 Fördergebieten, die im Juli vergangenen Jahres festgelegt wurden, sind insgesamt 20 bestehen geblieben; neu aufgenommen wurde Remscheid. Weitergehende Informationen zum Strukturfonds sowie eine Übersicht der einzelnen Förderregionen für das erste Halbjahr 2022 finden Sie unter www.kvno.de/strukturfonds und www.arzt-sein-in-nordrhein.de
 

Kontakt

Sven Ludwig

KV Nordrhein
Pressesprecher

Telefon +49 211 5970 8505
E-Mail presse@kvno.de

Christopher Schneider

KV Nordrhein
stellv. Pressesprecher

Telefon +49 211 5970 8280
E-Mail presse@kvno.de

Thomas Petersdorff

KV Nordrhein
Pressereferent

Telefon +49 211 5970 8109
E-Mail presse@kvno.de