Service Letzte Änderung: 26.09.2025 11:13 Uhr Lesezeit: 4 Minuten

KVNO fördert anerkannte Praxisnetze in Nordrhein

Gemeinsam, vernetzt und innovativ: Praxisnetze verbessern mit Projekten die wohnortnahe Gesundheitsversorgung.

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© KV Nordrhein | Grothues
Dr. med. Frank Bergmann, KVNO-Vorsitzender, übergab die Förderbewilligung am gestrigen 25. September offiziell an Martin Dörner, Schatzmeister des Netzes „Ärzte in Wuppertal e.V.“

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) hat gestern Abend bereits im zweiten Jahr in Folge besondere Fördermittel für Projekte anerkannter nordrheinischer Praxisnetze vergeben. Je nach Projekt ist eine Förderung von bis zu 250.000 Euro grundsätzlich möglich. Das Ziel ist eine Stärkung der ambulanten Versorgung mit Vorteilen für alle Beteiligten. Alle jetzt geförderten Projekte wollen die wohnortnahe Gesundheitsversorgung weiter verbessern und so dauerhaft erhalten.

Förderung von Netz-Projekten für eine bessere Versorgung

Bei den Praxisnetzen handelt es sich um regional kooperierende, zumeist haus- und fachärztliche Praxen. Diese Netze erhalten nun finanzielle Zusatzförderungen für ausgewählte Versorgungsprojekte, die sie in Eigenregie organisieren und in den kommenden zwei bis drei Jahren vor Ort durchführen. Im Rahmen einer Feierstunde wurden die Bewilligungen heute im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft vom KVNO-Vorstand an die Vertreter des Praxisnetz-Projekte offiziell übergeben.

Bereits seit 2016 unterstützt die KVNO Praxisnetze – seit 2024 mit zusätzlichen Fördermitteln für konkrete Projekte.  „Ich freue mich über die zusätzlichen Förderungen und auf die positiven Auswirkungen, die sich aus den Netz-Ideen für die ambulante Versorgung ergeben werden“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KVNO, bei der Veranstaltung. „Die Kolleginnen und Kollegen wissen, welche passgenauen und lokalen Verbesserungen notwendig und gezielt umsetzbar sind. Das ist oftmals auch eine Blaupause für landesweite Konzepte. Daher werden wir als KVNO auch weiterhin versuchen, Innovationen der Netze für die ambulante Versorgung allgemein nutzbar zu machen und entsprechende Förderungen ausloben“, so der KVNO-Chef.

Um die zusätzlichen Mittel zu erhalten, konnten anerkannte Praxisnetze aus Nordrhein ihre Projektideen im Frühjahr 2025 im Rahmen einer themenoffenen Ausschreibung bei der KVNO einreichen. Voraussetzung war: Das jeweilige Projekt muss zu einer effizienteren oder effektiveren Gesundheitsversorgung in der Region beitragen. Diese „Vorgabe“ wird von den ausgewählten nordrheinischen Netz-Ideen voll erfüllt.

Vier Projekte erhalten in 2025 die besondere Förderung

In diesem Jahr werden vier verschiedene Projekte mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten von der KVNO gefördert. Alle vier Projekte wurden vom Netz „Ärzte in Wuppertal e.V.“ eingereicht.

Im Projekt „Interdisziplinäres Netzwerk Schlafmedizin in Wuppertal – Schlaflos in Wuppertal“ strebt das Netz den Aufbau eines fachübergreifenden Netzwerkes zur Diagnostik und Behandlung von Schlafstörungen an, um Betroffenen eine strukturierte, koordinierte und wohnortnahe Versorgung zu ermöglichen. Ziel ist eine Verbesserung der Diagnostik von Schlafstörungen und eine frühzeitige und präzise Behandlung.
 
Ein weiteres Projekt hat die interdisziplinäre Betreuung adipöser Patienten im Fokus. Hier möchte das Netz regional eine sektorenübergreifende und intensive Betreuung betroffener Patienten durch ein modulares Gesundheitsnetzwerk aufbauen. Zu den Zielen zählt u.a. eine nachhaltige Gewichtsreduktion, Verbesserung der Lebensqualität und Vermeidung chronischer Folgeerkrankungen.
 
Im dritten Förderprojekt aus Wuppertal geht es um eine verbesserte Versorgung durch Haus- und Fachärzte in Alten- und Pflegeheimen. Mit dem Projekt möchte das Team zudem eine zukünftig noch stärkere Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pflegepersonal erreichen. Dies soll unter anderem durch digitale Kommunikationsmittel, feste Abläufe und definierte Ansprechpartner ermöglicht werden.
 
Förderprojekt Nummer vier widmet sich dem Thema Nachwuchs und Weiterbildung in Wuppertal. Angesichts des Fachkräftemangels bei medizinischem Personal und den Herausforderungen des demografischen Wandels sollen durch gezielte Maßnahmen sowohl neue Ärztinnen und Ärzte als auch medizinische Fachangestellte (MFA) für die Wuppertaler Praxen gewonnen werden.

Praxisnetze: Nah an der Versorgung in der Region

2025, also im zweiten Jahr der besonderen Projektförderung, hatte die KVNO die finanzielle Unterstützung von Praxisnetzen erweitert. Ein Fördermix aus einer Anschubfinanzierung, einer quartalsweisen Strukturförderung, einer Anerkennungsförderung und einer Förderung von Projekten ist entstanden. Die KVNO unterstützt Netze somit bereits beim Aufbau der Managementstrukturen bis hin zur innovativen Projektarbeit in etablierten Praxisnetzen.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.kvno.de/praxisnetze

Kontakt

Christopher Schneider

KV Nordrhein
stellv. Pressesprecher

Telefon +49 211 5970 8280
E-Mail presse@kvno.de

Timo Krupp

KV Nordrhein
Leitung Presse & Relations

Telefon +49 211 5970 8336
E-Mail presse@kvno.de