Impfung Pflege Letzte Änderung: 18.12.2020 13:18 Uhr Lesezeit: 1 Minuten

Impfstart voraussichtlich am 27. Dezember in Senioren- und Pflegeeinrichtungen – noch keine Terminvergabe für Impfzentren

Die ersten Impfungen gegen COVID-19 werden voraussichtlich am Sonntag, 27. Dezember, stattfinden können – aber nicht in den Impfzentren, sondern in Senioren- und Pflegeeinrichtungen.

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Eine Ärztin hält einen Coronaimpfstoff und eine Spritze in der Hand.

Welche das sind, teilen die Kommunen der KV und dem NRW-Gesundheitsministerium, das die Lagerung und Lieferung des Impfstoffs in die Einrichtungen koordiniert, mit. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein stellt die mobilen Teams aus Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischem Hilfspersonal, die vor Ort impfen.

Der Betrieb in den 53 nordrhein-westfälischen Impfzentren, von denen sich 26 in Nordrhein befinden, startet voraussichtlich Anfang Januar.
Wichtig: Die Terminvergabe für die Impfzentren, die unter der Hotline 11 6 11 7 erfolgen wird, ist noch nicht gestartet! Die KV Nordrhein bittet die Bürgerinnen und Bürger daher, von Anrufen mit Terminwünschen noch abzusehen und nicht direkt die Impfzentren aufzusuchen.

Grundvoraussetzung für alle Aktivitäten ist die Verfügbarkeit des Impfstoffs an den jeweiligen Impforten. „Wir haben jetzt erste Angaben zur Menge des nach Nordrhein-Westfalen gelieferten Impfstoffs und können nach und nach absehen, wie viel davon nach Nordrhein und in die einzelnen Kommunen gelangt. Daraus wird sich ergeben, wie viele Menschen in wie vielen Einrichtungen zum Start geimpft werden können“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. Sollten in Nordrhein nach Weihnachten rund 50.000 Impfdosen zur Verfügung stehen, können damit 25.000 Patienten geimpft werden, denn der zu Beginn zum Einsatz kommende Impfstoff muss zweimal im Abstand von drei Wochen verimpft werden, damit Patienten den kompletten Impfschutz aufbauen.

Wer in welcher Reihenfolge geimpft wird, entscheidet der Bund, der voraussichtlich heute eine entsprechende Rechtsverordnung veröffentlichen wird, die sich im Wesentlichen nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts richtet. Grundsätzlich berücksichtigt die STIKO dabei, wer ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf hat beziehungsweise einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt ist.

„Wir hoffen, dass in absehbarer Zeit Impfstoffe zur Verfügung stehen, die einfacher zu handhaben sind und das Impfen in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte für alle Impfwilligen ermöglichen“, sagt Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender  der KV Nordrhein.

Kontakt

Sven Ludwig

Christopher Schneider