Letzte Änderung: 23.07.2026 11:08 Uhr

Finanzierungsverhandlungen in Nordrhein zwischen KV und Kassen

Einigung auf Mittel für ambulante Versorgung 2026

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© KV Nordrhein
Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein

Die Finanzmittel für die ambulante Versorgung und die Vergütung der Vertragsärztinnen und -ärzte sowie Vertragspsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten in Nordrhein steigen im laufenden Jahr um insgesamt rund 142,5 Millionen Euro. Mit der Vereinbarung setzen die Verhandlungspartner (Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und gesetzlichen Krankenkassen und -verbände im Rheinland) die bundesweiten Vorgaben für 2026 um. Ergänzend werden alle regionalen Sonderregelungen fortgeführt.

MGV steigt um mehr als 90 Millionen Euro

Im Detail steigt unter Berücksichtigung der bereits auf Bundesebene vereinbarten Beschlüsse zum Orientierungspunktwert und der Veränderungsrate bei Morbidität und demografischer Entwicklung die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) in Nordrhein 2026 um insgesamt gut 90,4 Millionen Euro. Um zusätzlich etwa 52,1 Millionen Euro wächst die Vergütung für die sogenannten Einzelleistungen inklusive der Fortführung bisheriger Sondervereinbarungen und Zuschläge – hierzu zählt etwa die Förderung der Knochendichtemessung.

Pflegeheimförderung ausgeweitet – Schlafmedizin wechselt in Regelversorgung

Die Pflegeheimförderung in Nordrhein wird ebenfalls fortgeführt, wobei das Budget für 2026 auf 5,5 Millionen Euro – vor dem Hintergrund einer Vergütungs-Steigerung einzelner Leistungsziffern um 10 Prozent (ohne die 2025 neu eingeführte Telemedizin) – erhöht wird. Dagegen wird die seit 2019 laufende extrabudgetäre Förderung der Schlafmedizin beendet. Die bisherigen Leistungsmengen werden vollständig in die MGV überführt.

8,5 Millionen Euro für die Sicherstellung des Notdienstes

Zusätzlich wurde sich mit den nordrheinischen Krankenkassen auf die Bereitstellung von 8,5 Millionen Euro für die Förderung der Sicherstellung der Strukturen des Notdienstes im Rheinland im Jahr 2026 verständigt.

Das diesjährige Finanzierungsergebnis kommentiert Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein, wie folgt: „Es waren schwierige Verhandlungen. Die regionalen Verhandlungsspielräume sind in den letzten Jahren immer geringer geworden - so auch die Bereitschaft der Kassen zur Finanzierung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Versorgungsstrukturen, insbesondere im Notdienst, und damit auch der Finanzierungsbedarf. Erstmalig haben wir daher das Schiedsamt angerufen, wodurch sich die Finanzierungsverhandlungen für das Jahr 2026 bis jetzt gezogen haben. Nun schauen wir nach vorne – hier insbesondere auf das für den Herbst erwartete Gesetz zur Reform der Notfallversorgung, das auch deren Finanzierung neu regeln soll.“

Kontakt

Christopher Schneider

KV Nordrhein
stellv. Pressesprecher

Telefon +49 211 5970 8280
E-Mail presse@kvno.de

Timo Krupp

KV Nordrhein
Leitung Presse & Relations

Telefon +49 211 5970 8336
E-Mail presse@kvno.de