Notdienst Letzte Änderung: 01.09.2025 08:39 Uhr Lesezeit: 2 Minuten

Neue Struktur für Hausbesuche entlastet Ärzte

Zum Jahreswechsel 2024/2025 hat die KVNO die Organisation der Hausbesuchs- und Fahrdienste in Köln neu strukturiert – und kann nach nun knapp acht Monaten eine positive Zwischenbilanz ziehen.

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© KV Nordrhein

Wer abends oder etwa am Wochenende akute gesundheitliche Beschwerden hat, erhält über den ambulanten Notdienst Hilfe. Nicht gehfähige oder bettlägerige Patienten bekommen einen ärztlichen Hausbesuch, direkt in ihren eigenen vier Wänden. Die Koordination dieser Besuche erfolgt über die kostenlose Servicenummer 116 117, die von der Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) im Rheinland betrieben wird. In den vergangenen Jahren wurden so im Schnitt jährlich gut 13.500 Kölnerinnen und Kölner zu Hause versorgt.

Neustruktur der Bezirke sogt für Ausgleich

Zum Jahreswechsel 2024/2025 hat die KVNO die Organisation der Hausbesuchs- und Fahrdienste in Köln neu strukturiert – und kann nach nun knapp acht Monaten eine positive Zwischenbilanz ziehen: Statt der bisherigen fünf unterschiedlich aufgeteilten Fahrdienstbezirke wurde das Stadtgebiet auf zwei Bereiche neu zugeschnitten – einen linksrheinischen und einen rechtsrheinischen. Dabei wurde nicht nur die räumliche Lage berücksichtigt, sondern die veränderten Einwohnerzahlen der Stadtteile.

„Durch die Anpassung konnten wir die Belastung für die diensthabenden Kolleginnen und Kollegen stadtweit angleichen und gerechter gestalten“, sagt Jan Schirmer, Vorsitzender der KVNO-Kreisstelle Köln und niedergelassener Neurologe in der Domstadt. Besonders deutlich werde dies im Bereich Porz/Wahn: Vor der Reform leisteten die Fahrdienst-Ärzte dort noch rund 50 Dienststunden pro Jahr – jetzt sind es simuliert nur noch etwa zwölf Stunden, was dem stadtweiten Durchschnitt entspricht. „Mit der Umverteilung haben wir die historisch gewachsenen Ungleichgewichte bei den Gebietszuschnitten beseitigt. Das ist ein wichtiges Signal gerade für junge Kolleginnen und Kollegen, die eine Praxis in Köln übernehmen oder gründen wollen“, so Schirmer.

Dienstleister stellt Fahrzeuge und Fahrer

Ein weiterer Bestandteil der Neustruktur ist die Anfang 2025 gestartete Kooperation mit einem Dienstleister für die Bereitstellung der Fahrzeuge. Bis Ende 2024 mussten viele Haus- und Fachärzte aus Köln noch ihre eigenen PKWs für Hausbesuche nutzen. Seit Jahresbeginn werden sie in Fahrzeugen der WISAG WeCare GmbH & Co. KG zu den Patienten gefahren. Das hat mehrere Vorteile: Während der Fahrten können sich die Ärzte so nun besser auf die jeweiligen Besuche vorbereiten und diese koordinieren. Besonders zu den Nachstunden ist die Begleitung durch einen Fahrer zudem ein erheblicher Sicherheitsgewinn.

Matthias Meyer, Geschäftsführer der WISAG WeCare, begrüßt die in Köln umgesetzte Zusammenarbeit mit der KVNO: „Wir arbeiten vom ersten Tag an Hand in Hand mit der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Diese enge und konstruktive Partnerschaft entlastet die Ärztinnen und Ärzte spürbar – und stellt sicher, dass Patientinnen und Patienten professionell und effizient versorgt werden.“

Zu den Stoßzeiten des ambulanten Notdienstes stehen stets drei Fahrzeuge für die ärztlichen Hausbesuche im Stadtgebiet bereit. Rund 2.000 Kölner Ärztinnen und Ärzte sind zur Teilnahme am ambulanten Notdienst verpflichtet – entweder in einer der örtlichen Notdienstpraxen der KVNO oder im ärztlichen Fahrdienst.

Weitere Informationen zum ambulanten Notdienst in Nordrhein gibt es unter www.kvno.de/notdienst

 

Kontakt

Christopher Schneider

KV Nordrhein
stellv. Pressesprecher

Telefon +49 211 5970 8280
E-Mail presse@kvno.de

Timo Krupp

KV Nordrhein
Leitung Presse & Relations

Telefon +49 211 5970 8336
E-Mail presse@kvno.de