Letzte Änderung: 12.03.2026 10:32 Uhr
Darmkrebs-Monat März: KV Nordrhein ruft zur Vorsorge auf
Früherkennung rettet Leben – Warnsignale ernst nehmen
Anhaltende Durchfälle, Schmerzen, Krämpfe – wenn die Verdauung streikt, leidet die Lebensqualität erheblich. Die Ursachen sind vielfältig, die Folgen oft unterschätzt. Laut Statistischem Bundesamt zählt Darmkrebs zu den fünf häufigsten Todesarten in Deutschland, im Jahr 2024 gingen allein auf diese Krebsart 23.600 Todesfälle bundesweit zurück.
Dabei ist Darmkrebs wie kaum eine andere Krebserkrankung durch konsequente Vorsorge vermeidbar oder in einem noch heilbaren Stadium erkennbar. Und: Bei rechtzeitiger Früherkennung liegen die Heilungschancen bei über 90 Prozent, in sehr frühen Stadien sogar bei nahezu 100 Prozent.
Anlässlich des Darmkrebsmonats März appelliert die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein daher an alle Anspruchsberechtigten, die Vorsorgeangebote in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wahrzunehmen. „Darmkrebs ist in der Regel gut heilbar, wenn er früh erkannt wird. Die Vorsorgeuntersuchungen sind einfach zugänglich und können Leben retten. Wir ermutigen alle Menschen in Nordrhein, diese Chance zu nutzen und Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen", betont Dr. med. Frank Bergmann, Vorsitzender der KV Nordrhein.
Vorsorge rettet Leben: Diese Angebote stehen zur Verfügung
In der gesetzlichen Krankenversicherung wird das Programm zur Früherkennung von Darmkrebs seit 2019 als organisiertes Darmkrebsscreening angeboten: Versicherte erhalten ab dem Alter von 50 Jahren von ihrer Krankenkasse eine Einladung und Informationen zur Früherkennung und zur Durchführung einer Koloskopie. Bleibt diese ohne Befund, ist eine erneute Früherkennungs-Koloskopie dann nach Ablauf von neun Kalenderjahren möglich.
Alternativ kann ab 50 Jahren bei Frauen und Männern alle zwei Jahre ein Test auf okkultes Blut im Stuhl mit einem quantitativen immunologischen Test (iFOBT) durchgeführt werden, wenn sich die Person gegen eine Darmspiegelung entscheidet. Die Kosten für diese Tests übernehmen ebenfalls die Krankenkassen.
Warnsignale ernst nehmen
Grundsätzlicher Rat: Veränderungen im Stuhlgang, Blut im Stuhl, anhaltende Bauchschmerzen oder unerklärlicher Gewichtsverlust sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Auch eine familiäre Vorbelastung erhöht das Risiko – in diesen Fällen empfehlen Fachleute eine frühere und engmaschigere Vorsorge.