Letzte Änderung: 14.12.2021 14:16 Uhr

Vorbildlich: Stille Stunden

Menschen mit Autismus nehmen alltägliche Reize wie Geräusche oder helles Licht oft besonders intensiv wahr.

Einkaufen im Supermarkt stellt für sie oft eine völlige Reizüberflutung dar.

In vielen Ländern probieren Märkte inzwischen „stille Stunden“ aus: festgelegte Zeiträume, etwa zwei Stunden pro Woche, in denen das Licht gedimmt wird, Musik und Lautsprecherdurchsagen auf stumm geschaltet werden und Assistenzhunde ausdrücklich willkommen sind. Zu dieser Zeit können Menschen ihre Einkäufe dann stressfreier erledigen. Der Ursprung dieser Idee „Quiet Hour“ liegt in Neuseeland und geht auf eine Supermarktangestellte mit autistischem Kind zurück.

Pilotprojekte gibt es unter anderem in der Schweiz, in Polen, in Irland oder England. Auch in Baden-Württemberg wird der Ansatz derzeit in einer Filiale getestet. Höchste Zeit, dieses sensible und inklusive Alltagsprojekt auch bei uns flächendeckend auszuprobieren!