Arzneimittel Letzte Änderung: 13.05.2022 13:35 Uhr Lesezeit: 1 Minuten

Tamoxifen: Versorgungslage stabilisiert sich (Update)

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat Mitte Februar einen Versorgungsmangel für Tamoxifen haltige Arzneimittel bekannt gegeben. Nun ist die Verordnung von größeren Packungen wieder möglich.

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Vorübergehende Lieferengpässe können auch bei Medikamenten vorkommen.

Die Versorgungslage mit tamoxifenhaltigen Arzneimitteln hat sich wieder stabilisiert. Deswegen können nun aucn wieder Großpackungen verordnet werden. Darüber hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte informiert. Statt N1 kann jetzt bei Bedarf wieder N3 verordnet werden, jedoch weiterhin bevorzugt ein Sonder(import). Weitere Details bei der KBV.

Originalmeldung vom 26.04.2022:

Unter anderem wurde ein Import von 5 Millionen Tamoxifentabletten (20 Milligramm) kurzfristig genehmigt und die verordnenden Praxen wurden gebeten, jeweils nur kleine Packungen (30 Stück) zu verordnen. Ab Mai werden voraussichtlich wieder Tamoxifen-haltige Tabletten von deutschen Anbietern verfügbar sein.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat nun gegenüber dem pharmazeutischen Großhandel angeordnet, zunächst die importierten Tabletten in den Markt zu bringen, um einen weiteren Versorgungsengpass in der zweiten Jahreshälfte zu vermeiden. Apotheken werden somit weiterhin importierte Ware abgeben. Die Anordnung des BfArM verliert ihre Wirksamkeit wenn das BMG bekannt geben wird, dass der Versorgungsmangel nicht mehr vorliegt.

Mittlerweile können auch wieder große N3 Packungen verordnet werden, teilte das BMG am 05. Mai mit. Das BMG empfiehlt den Apotheken, bei Verordnung einer N3-Packung die importierten kleineren Packungen zu bündeln. Überbevorratungen, also die Verordnung mehrerer N3-Packungen auf Vorrat, sollten weiterhin vermieden werden.