KVNO aktuell Praxisinformation Letzte Änderung: 04.09.2025 07:50 Uhr

RSV-Prophylaxe für Neugeborene und Säuglinge

Die Ständige Impfkommission empfiehlt zum Schutz vor Respiratorischen Synzytial-Viren (RSV) für alle Neugeborenen und Säuglinge die Gabe des monoklonalen Antikörpers Nirsevimab (Beyfortus).

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Eine Prophylaxe gegen Respiratorische Synzytial-Viren (RSV) für alle Neugeborenen und Säuglinge mit dem monoklonalen Antikörper Nirsevimab (Beyfortus) wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO)
empfohlen und ist in der RSV-Prophylaxe-Verordnung geregelt. Hier die Regelungen im Überblick:

  • Säuglinge, die zwischen April und September geboren werden, erhalten ihre erste Dosis in der Kinderarztpraxis vor der RSV-Saison. Die STIKO empfiehlt als Zeitraum September bis November. Praxen in Nordrhein rechnen die Prophylaxe mit der GOP 01941 ab. Der Antikörper wird hierfür als Sprechstundenbedarf (SSB) bezogen.
  • Säuglinge, die während der Saison von Oktober bis März geboren werden, werden in der Regel im Rahmen der U2 im Krankenhaus versorgt. Bei Hausgeburten oder Geburten in Einrichtungen ohne direkte Gabe von Nirsevimab sollte die RSV-Prophylaxe laut RKI möglichst rasch nach der Geburt in der Kinderarztpraxis – z. B. im Rahmen der U2 – erfolgen.
  • K inder bis zum Alter von zwei Jahren mit bestimmtem Risikoprofil können in ihrer zweiten Saison gemäß Zulassung und Regelung der Arzneimittel-Richtlinie ebenfalls mit Beyfortus versorgt werden. In diesen Fällen wird der Antikörper auf den Namen des Versicherten verordnet. Bitte beachten Sie dabei, dass die GOP 01941, 01942 und 01943 ausschließlich bis zum vollendeten ersten Lebensjahr abgerechnet werden können – und auch nur, sofern in der laufenden RSV-Saison noch keine Prophylaxe mit Nirsevimab durchgeführt wurde. Die Gabe von Beyfortus im zweiten Lebensjahr ist somit Bestandteil der Versichertenpauschale.

Hinweis: Lagern Sie bitte aufgrund des hohen Preises des Antikörpers nur geringe Mengen als SSB. Ein Lieferengpass besteht laut Herstellerangaben nicht mehr. Das Präparat kann kurzfristig über die
Apotheke bestellt werden.