Praxisinformation Letzte Änderung: 16.01.2025 15:31 Uhr Lesezeit: 1 Minuten
Rezeptfälschungen mit dem eRezept vorbeugen
Der Verzicht auf Muster-16-Rezepte bei Arzneimitteln mit hohem Fälschungspotenzial verhindert den Missbrauch von Verordnungen.
Für bestimmte Arzneimittel werden immer wieder gefälschte Rezepte in Apotheken vorgelegt. Sie betreffen in der Regel Wachstumshormone, Testosteron, Insuline, GLP-1-Analoga und Mittel mit Abhängigkeitspotenzial. Papiergebundene Muster 16-Rezepte erleichtern das Fälschen, zum Beispiel, wenn Rezeptvordrucke in Praxen entwendet wurden. Unsere Empfehlung: Wirkstoffe mit hohem Rezeptfälschungspotenzial (siehe Tabelle) sollten nur noch als eRezept verordnet werden. Apotheken würden eingereichte Muster-16-Rezepte dann nur noch nach Rücksprache mit der Praxis beliefern, die auf dem (möglicherweise gefälschten) Rezept angegeben ist.
| Wirkstoffgruppe | Beispiele |
| Wachstumshormone, Insuline | Genotropin, alle Insuline |
| GLP-1-Analoga | Ozempic, Mounjaro |
| Analgetika | Tramadol, Tilidin |
| Antiepileptika | Rivotril, Gabapentin, Pregabalin |
| Benzodiazepine, Z-Substanzen | Alprazolam, Diazepam, Zopiclon |