Letzte Änderung: 14.12.2021 13:55 Uhr

Rezepte: elektronisch und in Papierform

Zum Jahresanfang 2022 startet das elektronische Rezept (E-Rezept).

© KV Nordrhein

Gesetzlich krankenversicherte Patienten können das vom Arzt verschriebene E-Rezept dann über eine App auf ihrem Smartphone abrufen und es direkt einer Apotheke ihrer Wahl zuweisen, um die Arzneimittel später dort abzuholen.

Im Falle technischer Probleme greift jedoch zunächst noch eine Ausnahmeregelung. Wenn das Ausstellen von E-Rezepten technisch nicht umsetzbar ist, können Praxen übergangshalber bis Ende Juni 2022 weiter die etablierten Prozesse rund um das rosafarbene Rezept nutzen.

Den Termin zur Einführung hat das Bundesgesundheitsministerium gesetzlich festgelegt. Es verspricht sich vom E-Rezept eine höhere Arzneimittelsicherheit für die Patienten, da alle eingenommenen Arzneimittel lückenlos geprüft werden können. Auch soll der gesamte Zyklus von der Ausstellung eines Rezepts über die Abgabe bis zur Abrechnung effizienter und komfortabler werden. Dazu müssen sowohl Arztpraxen als auch Apotheken in ihren Verwaltungssystemen die notwendige Software installiert haben. Wenn die digitale Lösung dann reibungslos funktioniert, wird angesichts von ca. 500 Millionen verschriebenen Medikamenten pro Jahr in Deutschland eine ganze Menge Papier gespart.

eAU

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) wurde am 1. Oktober 2021 eingeführt. Die Übermittlung der Daten zur Arbeitsunfähigkeit erfolgt digital auf direktem Weg von der Arztpraxis an die Krankenkasse. Patienten erhalten kein Durchschlagpapier mehr, dass sie bei der Krankenkasse einreichen müssen. Für den Arbeitgeber ist allerdings derzeit noch die fristgerechte Abgabe der AU-Bescheinigung auf Papier notwendig. Ab Mitte 2022 soll der gelbe Schein dann ganz wegfallen.