Notdienst Telemedizin Letzte Änderung: 30.11.2021 10:29 Uhr Lesezeit: 2 Minuten

Ambulanter Notdienst im Kreis Heinsberg - Modellprojekt zur Videosprechstunde gestartet

Nach dem Willen des Gesetzgebers sollen ab April 2022 im Rahmen des ambulanten ärztlichen Notdienstes verstärkt auch telemedizinische Anwendungen – wie z.B. Videosprechstunden – bei der Akutversorgung der Patientinnen und Patienten zum Einsatz kommen – dies in Ergänzung der „klassischen“ Versorgungsstrukturen aus zentralen Notdienstpraxen und ärztlichen Hausbesuchen.

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Telemedizin kann die Versorgung verbessern, vor allem in ländlichen Regionen.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein bietet so ein telemedizinisches Angebot neuerdings bereits im Kreis Heinsberg an. Es erfolgt zusätzlich zur regelhaften Versorgung während der Öffnungszeiten der beiden Notdienstpraxen in Heinsberg und Erkelenz sowie dem kreisweiten Hausbesuchsdienst für Patientinnen und Patienten, die eine Notdienstpraxis nicht selbstständig aufsuchen können.

Patientinnen und Patienten, die außerhalb der regulären Öffnungszeiten der haus- und fachärztlichen Praxen ambulante medizinische Hilfe benötigen, können sich hierzu an die kostenlose Servicenummer der ambulanten Versorgung, 116 117, wenden. Nach Lage des Einzelfalles kann die Arztrufzentrale (ARZ) dann eine Videosprechstunde – im Einzelfall auch eine Telefonsprechstunde – vermitteln. Grundlage für die Entscheidung zur Videokonsultation ist dabei das im Bund zum Einsatz kommende standardisierte medizinische Ersteinschätzungsverfahren „SmED“. In geeigneten Fällen wird dann eine digitale Konsultation mit einer diensthabenden Ärztin/einem diensthabenden Arzt vermittelt.

Keine besondere Software erforderlich

Zur Inanspruchnahme der Videosprechstunde benötigen Anrufende ein geeignetes und in der Regel haushaltsübliches Gerät, wie etwa ein Smartphone, Tablet, Notebook oder einen Computer mit Kamera und Mikrofon. Es muss kein besonderes Programm installiert werden, der Link zur Videosprechstunde wird auf das Endgerät der Patientin/des Patienten von der ARZ versendet. Anrufende Patientinnen und Patienten der 116 117 erhalten von den dortigen entsprechend geschulten Mitarbeitenden die notwendigen Informationen. Sofern das zu Grunde liegende medizinische Problem in der Videokonsultation nicht versorgt werden kann und ebenfalls nicht die unmittelbare Hinzuziehung des Rettungsdienstes erforderlich ist, erfolgt die Versorgung wie üblich über die ambulanten Notdienstpraxen oder den Fahrdienst im Kreis.

Die Öffnungszeiten der Notdienstpraxen in Erkelenz und Heinsberg lauten:

Mo, Di, Do: 18:00 - 23:00
Mi, Fr: 13:00 - 23:00
Sa, So: 08:00 - 23:00
feiertags: 08:00 - 23:00

Kontakt

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