Arzneimittel Verordnung Letzte Änderung: 13.08.2021 13:25 Uhr Lesezeit: 2 Minuten

Lieferengpass Substitol®

Für das morphinhaltige Fertigarzneimittel Substitol®, das zur oralen Substitutionsbehandlung Erwachsener mit Opioidabhängigkeit zugelassen ist, besteht ein Lieferengpass bis voraussichtlich Ende August 2021.

Für die betroffenen Patienten können andere Morphinpräparate, die in Deutschland zugelassenen sind, nicht genommen werden, weil diese keine Zulassung zur Substitutionsbehandlung haben. Alternativ kann das österreichische Präparat Compensan® verordnet werden, das für die Dauer des Lieferengpasses nach Deutschland importiert werden darf. Apotheken können Compensan über den Importeur AEP-Pharma beziehen.

Der GKV-Spitzenverband hat dieses Vorgehen seinen Mitgliedskassen empfohlen. Bisher hat die AOK Rheinland/ Hamburg gegenüber der KV Nordrhein bestätigt, dass ein Import bei medizinischer Notwendigkeit zur Substitutionsbehandlung mit Morphin möglich ist. Dabei sollten möglichst die Packungsgrößen Compensan® retard 100mg 30 ST und Compensan® retard 200mg 30 ST berücksichtigt werden. Eine entsprechende Begründung sollte in der Patientenakte dokumentiert werden, es sollte möglichst Sichtbezug erfolgen (Verordnung ganzer Packungen) und es sollten möglichst keine Neueinstellung erfolgen.