Letzte Änderung: 18.01.2021 16:23 Uhr

KV Nordrhein erneuert ihre Forderung nach baldiger Impfung für Niedergelassene und ihr Praxispersonal

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein unterstreicht seine schon Anfang Dezember nicht nur öffentlich geäußerte, sondern auch in die politischen Gremien getragene Forderung nach einer zügigen Impfung für die niedergelassenen Haus- und Fachärzte sowie ihres Personals in den Praxen.

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Eine Ärztin hält einen Coronaimpfstoff und eine Spritze in der Hand.

„Wir haben diese Forderung schon vor längerer Zeit an die politisch Verantwortlichen im Bund und im Land NRW herangetragen und halten weiterhin daran fest. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die ambulant und im Notdienst tätigen Medizinerinnen und Mediziner sowie ihr Personal, das seit fast einem Jahr ohne Unterbrechung und in großer Zahl mit COVID-19 infizierte und daran erkrankte Patientinnen und Patienten versorgen, selbst nicht schnellstmöglich geschützt werden. Wir alle wissen, dass der Impfstoff noch längere Zeit knapp bleibt und eine Priorisierung unumgänglich ist. Zu dem Kreis der in der ersten Welle vorrangig geimpften Gruppen müssen aber neben den Über-80-Jährigen, den Senioren- und Pflegeheimbewohnern sowie dem Klinikpersonal auch die haus- und fachärztlichen Praxen gehören. Selbstverständlich auch deshalb, weil wir Patientinnen und Patienten vor möglicherweise infiziertem Praxispersonal schützen wollen“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

Dazu kommt: „Wir sprechen bei der Notwendigkeit einer zeitnahen Impfung des Praxispersonals nicht nur über die Regelversorgung in den Praxen, die während der gesamten Pandemie aufrechterhalten worden ist und weiter bestehen muss, damit die ambulante Versorgung als Schutzwall für die Kliniken dienen kann. Wir sprechen auch über die ambulanten KV-Notdienste, zu dem sowohl die Notdienstpraxen, die sich inzwischen alle in oder an einem Krankenhaus befinden, als auch die Fahrdienste im Hausbesuchsdienst gehören. Daran nehmen unterschiedliche Fachgruppen teil“, sagt Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

Die KV Nordrhein erwartet eine Berücksichtigung der Niedergelassenen und ihres Personals bei der Priorisierung der Impfgruppen. Und setzt auf baldige Lieferungen von Impfstoffen, die auch in den Praxen verimpft werden können. „Das Impfen ist originäre ärztliche Aufgabe und kann mit einem entsprechenden Impfstoff wie andere Impfungen auch am besten in den Praxen erfolgen. Die Ärztinnen und Ärzte sind darauf vorbereitet und stehen bereit“, so der KVNO-Vorstand.

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