Impfung Letzte Änderung: 05.01.2021 16:12 Uhr Lesezeit: 1 Minuten

KV Nordrhein: Impfungen in Senioren- und Pflegeheimen laufen nach Plan und in hoher Intensität

Seit dem 27. Dezember impfen von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein gebildete und organisierte mobile Impfteams auf Wunsch der Politik Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Pflegepersonal in Senioren- und Pflegeeinrichtungen im Rheinland.

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Erfolgreicher Impfstart in nordrheinischen Senioren- und Pflegeheimen

Nachdem die KVen in NRW schon am 28. Dezember einen gelungenen Start melden konnten, fällt auch die Zwischenbilanz positiv aus: Die von den KVen gebildeten und koordinierten mobilen Impfteams werden seit dem Start am 27. Dezember bis zum Wochenende rund 130.000 Impfdosen in NRW verimpft haben. Hochgerechnet auf die zwei Impfungen, die beim Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer innerhalb von 21 Tagen zur Immunisierung nötig sind, ist damit bereits ein Großteil des vorhandenen beziehungsweise bisher gelieferten Impfstoffs verimpft worden oder für die zweiten Impfungen (vor-)reserviert. Rund 280.000 Impfdosen hatten NRW Ende Dezember erreicht.

"Diese Bilanz zeigt, dass vom vielfach kolportierten ,Impfchaos' oder einer unzureichenden Nutzung der vorhandenen Impfdosen keine Rede sein kann. Im Gegenteil: Wir sehen ein geregeltes, funktionierendes Verfahren und eine Impfquote, die sogar eine baldige Lieferung weiteren Impfstoffs erforderlich macht, die wir in NRW zeitnah erwarten. Dieser Kraftakt war nur möglich, weil genügend Vertragsärztinnen und -ärzte, vorrangig Heimärzte, auch an den Feiertagen bereit waren, freiwillig zu impfen. Das zeigt, dass man sich auf die Niedergelassenen verlassen kann. Unser Dank gilt auch den Einrichtungen, denen wir in kurzer Zeit viel zugemutet haben", sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

"Wir sind froh, dass wir ein positives Zeichen setzen können für diese Mammutaufgabe, die uns noch länger beschäftigen wird – zunächst wie in NRW politisch gewollt in den Pflegeeinrichtungen und Seniorenheimen, ab Februar wie jetzt vom Land angekündigt auch in den Impfzentren", so Bergmann weiter.

"Unwürdiges Schauspiel"

Der KV-Chef betont, dass nach wie vor die Menge an verfügbarem Impfstoff die entscheidende Größe sei: "Wer früher Impfzentren in Betrieb nimmt, kann weniger Impfstoff in Senioren- und Pflegeeinrichtungen einsetzen." Die Diskussion um die Verwendung einzelner, vor Ort überzähliger Impfdosen oder die Frage, wer wann geimpft werden solle, sei ein "unwürdiges Schauspiel", so der KVNO-Vorsitzende, der zugleich an die Menschen appellierte, die aktuellen politischen Maßnahmen zu akzeptieren und sich insbesondere an die Kontaktbeschränkungen zu halten.

Mit den in den kommenden Wochen erwarteten Lieferungen sollen die Mengen an Impfstoff ausreichen, um Anfang Februar auch den Betrieb der 53 nordrhein-westfälischen Impfzentren, von denen sich 26 in Nordrhein und 27 in Westfalen-Lippe befinden, aufzunehmen. Sobald die Terminvergabe, die unter der Hotline 11 6 11 7 erfolgen wird, startet, werden die Bürgerinnen und Bürger darüber informiert. Zunächst werden die Über-80-Jährigen angeschrieben und nach der Terminvergabe in den Impfzentren geimpft.

Wer in welcher Reihenfolge geimpft wird, entscheidet der Bund, der am 18. Dezember eine entsprechende Rechtsverordnung erlassen hat, die sich im Wesentlichen nach den Empfehlungen der Ständigen Impf-kommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts richtet. Grundsätzlich berücksichtigt die STIKO dabei, wer ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf hat beziehungsweise einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt ist.

Kontakt

Dr. Heiko Schmitz

Christopher Schneider