Letzte Änderung: 21.07.2021 11:07 Uhr

Fluthilfe – wichtige Informationen für die Praxen

Aktuelle Infos rund um die Folgen der Flutkatastrophe für betroffene Praxen und Hinweise für Praxen, die ihre betroffenen Kolleginnen und Kollegen unterstützen möchten.

© KV Nordrhein / Skalla
Flutschäden rund um das Krankenhaus Eschweiler im Juli 2021

Nachdem das Wasser nun abgeflossen ist, zeichnet sich das volle Ausmaß der Flutkatastrophe erst nach und nach ab. In Nordrhein hat das Hochwasser viele Regionen besonders stark getroffen. Als KV Nordrhein sind wir von den Auswirkungen geschockt gewesen und nehmen Anteil an der Trauer der Menschen, die Familienangehörige und Freunde verloren haben.

Nach aktuellem Stand sind insgesamt 105 Praxen in Nordrhein als Folge des Unwetters nicht mehr oder nur bedingt arbeitsfähig. Am schwersten betroffen ist der Bereich Aachen mit 44 Praxen - hier vor allem Stolberg und Eschweiler. Aber auch der Kreis Euskirchen (25 Praxen), der Rhein-Sieg-Kreis (12 Praxen), der Rheinisch-Bergische-Kreis (8 Praxen) und der Oberbergische Kreis (4 Praxen) haben stark unter den Wassermassen leiden müssen. In vielen Praxen gibt es weder fließendes Wasser noch Strom – außerdem wurden zum Teil das Inventar, medizinische Geräte, Medikamente, Impfstoffe und Akten zerstört bzw. unbrauchbar gemacht. 

Wenn Sie von den Folgen des Unwetters betroffen sind oder Hilfe anbieten möchten, können Sie uns an unsere dafür eingerichtete E-Mailadresse fluthilfe@kvno.de schreiben.

Zwei Hinweise noch vorneweg:

  1. Wir sind zurzeit dabei, eine gezielte psychotherapeutische Beratung für Opfer der Flutkatastrophe über die 116 117 möglich zu machen. Hierfür bündeln wir im Moment entsprechende Angebote.
  2. Um möglichen Infektionen in den betroffenen Regionen vorzubeugen, empfehlen wir den dortigen Praxen, sich mit Impfstoffen gegen Tetanus (Tetanol ggf. als Kombinationsimpfstoff) und gegen Hepatitis A und B zu bevorraten. Außerdem sollten die gängigen drei bis vier Standardantibiotika verfügbar sein und wir empfehlen, externe Antiseptika wie Polysept- und Oktenisept-Lösungen vorzuhalten.

Spendenkonto für betroffene Praxen

Die KV Nordrhein hat für die betroffenen Praxen ein Spendenkonto ins Leben gerufen und bittet alle Mitglieder, sich daran zu beteiligen. Das Konto ist bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eingerichtet worden:

Spendenkonto Hochwasserkatastrophe

Empfänger: Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein

IBAN: DE84 3006 0601 0031 4179 16

Verwendungszweck: Spendenkonto Fluthilfe

Ab einem Spendenbetrag von 300 Euro erhalten Sie von uns eine Spendenquittung. Bei geringeren Beträgen reicht der Kontoauszug ihrer Bank als Nachweis aus.

Wir bedanken uns schon jetzt herzlich für Ihre Unterstützung der betroffenen Kolleginnen und Kollegen!