Abrechnung Letzte Änderung: 28.12.2020 12:22 Uhr Lesezeit: 1 Minuten

Brexit: Behandlung von Personen aus dem Vereinigten Königreich ab 1. Januar 2021

Durch den „Brexit“ ändern sich ab 1. Januar 2021 einige Regelungen für die ungeplante vertragsärztliche Behandlung von Personen, die im Vereinigten Königreich versichert sind.

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Ab 1. Januar 2021 gehört Großbritannien nicht mehr zur EU.

So wird es eine neue Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) ohne EU-Logo geben. Das berichtet die Kassenärztliche Bundesvereinigung.

Die neuen Regelungen betreffen nicht geplante Behandlungen, zum Beispiel nach einer Verletzung. Bei einer Einreise eigens für den Zweck einer geplanten Operation oder medizinischen Behandlung bleiben die Regelungen wie gehabt. Hier sind weiterhin gesonderte Genehmigungen des Heimatlandes erforderlich.

Die bisher für Versicherte aus dem Vereinigten Königreich ausgestellten EHIC mit EU-Logo verlieren zum Jahresende ihre Gültigkeit. Das Vereinigte Königreich wird eine neue EHIC ohne EU-Logo ausgeben: Citizens‘ Rights (CRA) EHIC. Diese neue Krankenversicherungskarte enthält oben rechts ein Hologramm und im obersten Kartenfeld einen „CRA“-Aufdruck. Außerdem ist die Persönliche Identifikationsnummer im Feld 6 um den Zusatz „CRA“ ergänzt. Eine gültige provisorische Ersatzbescheinigung plus Identitätsnachweis zählt ebenfalls als Nachweis der Anspruchsberechtigung.

Studierende aus dem Vereinigten Königreich erhalten eine befristete CRA EHIC. Diese Karte weist zusätzlich hinter der Persönlichen Identifikationsnummer im Feld 6 das Kürzel „DE“ auf, wenn sie in Deutschland studieren. Nur mit dem Kürzel „DE“ darf diese Karte in der vertragsärztlichen Praxis eingesetzt werden. Außerdem dürfen die CRA EHIC und die Studierenden CRA EHIC nur im Zeitraum ihrer angegebenen Gültigkeit verwendet werden.