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"Gute Zusammenarbeit in der Coronakrise"

02.04.2020 Pressemitteilungen

Oberbürgermeister Thomas Geisel traf sich am Donnerstag, 2. April, mit den Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO), Dr. med. Frank Bergmann und Dr. med. Carsten König. "Diese Krise lässt sich nur gemeinsam meistern. Ich bin froh, dass wir in Düsseldorf so gut zusammenarbeiten. Wo wir als Stadt unterstützen können - beispielsweise beim Diagnostikzentrum, den mobilen Testteams oder dem Drive-in-Testzentrum - helfen wir gerne, um den Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürgern verlässliche Strukturen zu bieten. Besonders geht es jetzt darum, die sogenannten vulnerablen Gruppen - ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen - bestmöglich zu schützen", sagte der Oberbürgermeister. Die Landeshauptstadt hat frühzeitig das Gespräch mit allen Beteiligten - den niedergelassenen Ärzten, den Kliniken, Altenheimen, Pflegediensten aber auch mit den Kammern und den Vereinen - gesucht, um gemeinsam Wege aus der Krise zu finden.

Bereits am 2. März nahm ein Diagnostikzentrum, wo die für einen Test notwendigen Rachenabstriche vorgenommen werden, in Düsseldorf seine Arbeit auf. Dort arbeiten städtische Kräfte und niedergelassene Ärzte Hand in Hand. Schnell wurde mit Unterstützung der Feuerwehr auch ein mobiler Service eingerichtet, und seit dem 24. März gibt es auch ein Drive-In-Testzentrum an der Mitsubishi Electric Halle. Mit ihren zahllosen Fragen können sich die Bürgerinnen und Bürger nicht nur an die Hausärzte sondern auch an die verschiedenen Hotlines der Stadt wenden.

Das Treffen mit dem KVNO-Vorstand fand am Rande einer von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) organisierten großen Verteilaktion von Schutzmaterialien für niedergelassene Vertragsärztinnen und -ärzte im Düsseldorfer Süden statt. Mehr als 1.500 berechtigte Haus- und Kinderärzte, HNO- und Augenärzte sowie Pneumologen und Dialysepraxen aus Düsseldorf, dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Mettmann erhielten einheitlich bestückte Pakete mit FFP2-Masken, Schutzkitteln, Schutzhauben, Handschuhen und Mundschutz. "Seit Anfang März verteilen wir Schutzausrüstung an unsere Mitglieder. Anfangs handelte es sich dabei um Material, das wir selbst mit großem Aufwand besorgt haben, um zumindest unsere Notdienstpraxen und Praxen im besonders betroffenen Kreis Heinsberg zügig ausstatten zu können", sagte KVNO-Chegf Dr. med. Frank Bergmann. "Inzwischen treffen nach und nach Teillieferungen mit unterschiedlich großen Mengen von zentral durch das Bundesgesundheitsministerium beschafften Schutzmaterialien ein", so Bergmann weiter.

Die KVNO arbeitet an vielen Stellen daran, nicht nur die ambulante Regelversorgung aufrechtzuerhalten, sondern auch möglichst viele COVID-19-Patienten aus dem stationären Bereich herauszuhalten, wo die Kapazitäten für schwer erkrankte Patienten benötigt werden. Sechs von sieben COVIDPatienten werden ambulant versorgt. "Dieser Schutzwall ist außerordentlich wichtig innerhalb unseres Gesundheitssystems", betonte Bergmann.

Schon mit Bekanntwerden der ersten bestätigten Corona-Fälle im Kreis Heinsberg schaltete die KVNO daher in den Krisenmodus. Am 28. Februar lud der KVNO-Vorstand alle Kreisstellenvorsitzenden von KV und Kammer in Nordrhein zu einem Treffen mit Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Staatssekretär Edmund Heller und Mitarbeitern des Landesgesundheitsministeriums (MAGS) ein, an dem auch Dr. Klaus Göbels, Leiter des Gesundheitsamts der Landeshauptstadt Düsseldorf, teilnahm. Tenor: Diese Krise kann nur im Zusammenwirken aller Beteiligten (Öffentlicher Gesundheitsdienst, Kassenärztliche Vereinigung, Ärztekammer und Krankenhäuser) bewältigt werden. "Deshalb freuen wir uns auch über die von Beginn an gute Zusammenarbeit mit der Stadt Düsseldorf - vor allem bei der Einrichtung des Diagnosezentrums, in dem niedergelassene Vertragsärzte aus Düsseldorf und Umgebung tätig sind", sagte Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVNO.