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COVID-19: Leichte Infektionsfälle ambulant versorgen

06.03.2020 Praxisinfos

Das Robert Koch-Institut hat seine Empfehlungen zu Verdachtsabklärung und Maßnahmen im Zusammenhang mit der Infektion durch das Coronavirus (SARS-CoV-2) aktualisiert. Danach können Patienten mit einer leichten COVID-19-Erkrankung auch ambulant versorgt werden. Bislang sollten Patienten mit einem positiven Laborbefund stationär behandelt werden.

Das Flussschema „COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen“ erläutert, wie Ärzte im Verdachtsfall vorgehen sollen – vom Erstkontakt über die Prüfung klinisch- epidemiologischer Kriterien und die ambulante Diagnostik bis zur Betreuung eines erkrankten Patienten.

Das RKI hat außerdem seine Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung von COVID-19-Patienten angepasst. In dem Papier „Empfehlungen des Robert Koch-Institutes zu Hygienemaßnahmen“ finden sich im Abschnitt C) Maßnahmen für die ambulante Versorgung. Das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung soll sich an Art und Umfang der Exposition orientieren. Bei Maßnahmen, die Tröpfchen und Aerosole freisetzen, empfiehlt das RKI das Tragen einer FFP2-Atemschutzmaske.

Apotheker dürfen Desinfektionsmittel herstellen

Die Bundesstelle für Chemikalien hat eine Allgemeinverfügung erlassen, wonach Apotheken in Deutschland ab sofort bestimmte Desinfektionsmittel für die Hände herstellen dürfen. Die Ausnahmeregelung gilt befristet bis zum 31. August 2020 und kann jederzeit durch die Bundesstelle widerrufen werden. Wenn Sie Bedarf an Desinfektionsmittel für Ihre Praxis haben, wenden Sie sich bitte an ihre Apotheke vor Ort.   

Vorübergehende Regelung zu AU-Bescheinigungen

Solange die Coronavirus-Epidemie andauert, dürfen Ärzte Patienten eine AU-Bescheinigung ausstellen, wenn diese unter Symptomen leiden, die Coronavirus-Infizierte typischerweise zeigen. Dies gilt auch, wenn ausschließlich ein telefonischer Kontakt stattgefunden hat. Eine weitere Voraussetzung neben dem Vorliegen von Symptomen ist, dass die Patienten der Praxis bekannt sind. Diese temporäre Regelung soll vorbeugen, dass Infizierte allein wegen einer AU die Praxis aufsuchen.

116117-App mit Infos zum Coronavirus

Die Smartphone-Anwendung der bundesweiten Notdienst-Hotline 116 117 enthält jetzt ebenfalls Informationen zu COVID-19. Damit bietet der Patientenservice 116 117 jetzt telefonisch (per Bandansage), im Internet (116117.de) und in der App Informationen zum Coronavirus an.

Patienteninfo und Praxisaushang zum Coronavirus

Die KBV hat eine Patienteninformation zum Coronavirus erstellt. Darin wird unter anderem erläutert, wie Patienten vorgehen sollen, wenn sie eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus befürchten. Zudem gibt es einen Aushang für den Anmelde- oder Wartebereich mit dem Hinweis, dass Patienten sich unbedingt telefonisch anmelden sollen, bevor sie in die Praxis kommen.

Auch die KV Nordrhein hält Sie weiter auf dem Laufenden. Unter coronavirus.nrw finden Sie aktuelle Informationen und wichtige Links zum Umgang mit COVID-19-Verdachtsfällen.