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ICD-10-Code bei COVID-19 erweitert

26.03.2020 Praxisinfos

Es wird immer mehr COVID-19-Fälle geben, bei denen das Krankheitsbild zwar klinisch-epidemiologisch deutlich auf die COVID-19-Erkrankung hinweist, aber bei denen aus verschiedenen Gründen kein Test durchgeführt wurde. Deswegen hat das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation vom 23. März 2020 umgesetzt und den Code U07.2! für nicht nachgewiesene COVID-19 in die ICD-10-GM eingeführt.

Der neue Code ist eine Ergänzung zur Kodierempfehlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vom 19. März 2020, die weiterhin gilt:

  • Bei veranlasstem Labortest U07.1 mit Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit „V“ kodieren
  • Nach Bestätigung durch Testergebnis die Diagnosesicherheit in „G“ ändern

Hier die COVID-Definitionen des ICD-10-GM im Wortlaut:

U07.1! COVID-19: Virus nachgewiesen
Diese Schlüsselnummer soll benutzt werden, wenn COVID-19 durch einen Labortest nachgewiesen ist, ungeachtet des Schweregrades des klinischen Befundes oder der Symptome.

U07.2! COVID-19: Virus nicht nachgewiesen
Diese Schlüsselnummer soll benutzt werden, wenn COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht.