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Seit 1. Juli 2020: Neue Vergütungsregelungen für Porto, Fax und Kopien

09.07.2020 Praxisinfos

Dem Digitale-Versorgung-Gesetz folgend gelten seit Anfang Juli 2020 neue Abrechnungs- und Vergütungsregelungen für Porto, Telefax und Kopien. Hiermit soll ein Anreiz für den Einsatz elektronischer Arztbriefe (eArztbrief) gesetzt werden (wir berichteten). Die wichtigsten Neuregelungen:

  • Die Kostenpauschale nach GOP 40144 für Kopien entfällt ersatzlos. Kopien sind nicht mehr berechnungsfähig.
  • Für den Versand von Arztbriefen und anderen Unterlagen per Post gibt es nur noch die Porto-Kostenpauschale nach Gebührenordnungsposition (GOP) 40110. Die bisherigen Kostenpauschalen 40120 bis 40126 für das Porto sind gestrichen. Das gilt auch für die im Rahmen der Sonderregelungen zur Corona-Pandemie eingeführte Kostenpauschale GOP 40122 für Versand von AU-Bescheinigungen oder Folgeverordnungen. In diesem Zusammenhang hat der Bewertungsausschuss klargestellt, dass die Kostenpauschale nach GOP 40110 für den elektronischen Versand von Briefen und/oder schriftlichen Unterlagen nicht berechnungsfähig ist.
  • Die Übermittlung eines Telefax kann ausschließlich mit der neuen GOP 40111 berechnet werden.

Die GOP 40110 (Briefporto) und 40111 (Fax) unterliegen einem gemeinsamen Höchstwert je Arzt oder Psychotherapeut, der arztgruppenspezifisch festgelegt ist. Bei Allgemeinmedizinern, hausärztlichen Internisten und Pädiatern zum Beispiel liegt der Wert bei 38,88 Euro je Quartal.