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Mutterpass geändert

11.08.2020 KVNO aktuell, Praxisinfos

Aufgrund einer Anpassung der Mutterschafts-Richtlinien wurde der Mutterpass aktualisiert. Dadurch haben Ärzte jetzt zum Beispiel die Möglichkeit, eine Influenzaimpfung in den Mutterpass einzutragen. Aber es gibt noch weitere Anpassungen.

Nach den Mutterschafts-Richtlinien sind Kontrolluntersuchungen in bestimmten Abständen vorgesehen. Dazu zählt auch die Urinkontrolle auf Eiweiß. Ein Grenzwert für diese Untersuchung erfolgt in den Richtlinien nicht. Die Angabe in Abschnitt B des Mutterpasses zu besonderen Befunden im Schwangerschaftsverlauf unter Nummer 47, "Eiweißausscheidung 1 % (entsprechend 1000 mg/l) oder mehr", wurde daher ersetzt durch die Angabe "pathologische Eiweißausscheidung."

Angaben zur Epikrise/Abschluss-Untersuchung:

  • In der Epikrise entfallen künftig die Angaben zum Familienstand und zur Nationalität der Schwangeren.
  • Es wurde die Geschlechtsangabe des Kindes/ der Kinder um die Angabe "unbestimmt" erweitert und an die Dokumentation der U1 im Kinderuntersuchungsheft angepasst. In diesem wird die Möglichkeit eingeräumt, bei der Beurkundung der Geburt eines Neugeborenen zwischen den Angaben "weiblich", "männlich" oder "divers" zu wählen.
  • Die Angabe "Kind verstorben am" entfällt. In diesen seltenen Fällen wird die Angabe im neuen Mutterpass unter "Besonderheiten beim Kind" dokumentiert.

Die gestrichene routinemäßige Urinuntersuchung wird bei der nächsten Aktualisierung des Mutterpasses berücksichtigt.

Mutterpässe können beim Formularversand bestellt werden. Allerdings werden die bisherigen Pässe zunächst weiterhin ausgegeben, da noch ein größerer Bestand vorliegt. Sobald dieser aufgebraucht ist, erfolgt die Ausgabe der neuen Exemplare.