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Beratung von Kassen unzulässig

18.05.2020 Verordnungsinfos

Einige Praxen in Nordrhein haben in der Vergangenheit Post von der KKH sowie der Barmer zum Thema Heilmittelverordnungen erhalten. In den Schreiben geht es darum, dass Praxen – gemessen am Durchschnitt ihrer Facharztkollegen im gleichen KV-Bereich – überdurchschnittlich viel Heilmittel verordnen. Grundlage dafür sind jedoch lediglich die Verordnungsdaten der jeweiligen Krankenkasse selbst und nicht aller Krankenkassen. Um diese Thematik mit den Ärzten persönlich zu besprechen, kündigen die KKH sowie die Barmer eine telefonische Kontaktaufnahme zwecks Terminvereinbarung an.

Die KV Nordrhein hat den Kassen mitgeteilt, dass keine Rechtsgrundlage für deren Vorgehen besteht und die Prüfung der Wirtschaftlichkeit bei Heilmittelverordnungen ausschließlich der Prüfungsstelle der Ärzte und Krankenkassen obliegt. Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass die zugrunde gelegten Daten für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit des Verordnungsverhaltens nicht geeignet sind.

Nach Mitteilung der KKH hat diese ihre Beratungstätigkeit zwar inzwischen eingestellt, die KV Nordrhein weist gleichwohl darauf hin, dass die Vorgehensweise der beiden Krankenkassen nicht rechtmäßig ist oder war. Beratungsgespräche mit einzelnen Kassen müssen nicht geführt werden. KVNO-Mitglieder können entsprechende Schreiben an die KV Nordrhein weiterleiten. Diese werden dann von der KV beantwortet.