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Land NRW bietet allen Lehrern und Erziehern Coronatests an - Organisation der Testungen erfolgt über KVen

20.07.2020 Pressemitteilungen

Mit Blick auf die geplante Aufnahme des Regelbetriebs an Schulen und in Kindertagesstätten nach den Sommerferien haben NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, sein Amtskollege Joachim Stamp (Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration) und Schulministerin Yvonne Gebauer vereinbart, dass sich alle Beschäftigten an den öffentlichen und privaten Schulen sowie in der Kindertagesbetreuung vom 3. August bis zum 9. Oktober alle 14 Tage freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Das betrifft rund 153.000 Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung (Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen) und über 210.000 Beschäftigte an den Schulen (Lehrpersonal, Beschäftigte des Offenen Ganztags, sonstiges sozial-/pädagogisches und nicht-pädagogisches Personal). Die Kosten für die Testungen übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen.

„Das Coronavirus wird unseren Alltag vermutlich noch über einen längeren Zeitraum beeinträchtigen. Das gilt natürlich auch mit Blick auf die Kindertageseinrichtungen, die Kindertagespflege und die Schulen. Trotzdem müssen wir auch hier Stück für Stück immer mehr Normalität schaffen“, sagte Laumann. Das Angebot soll Unsicherheiten der Lehrkräfte entgegenwirken. Künftig sollen alle am Schulleben Beteiligten sofort und umfänglich getestet werden, sofern in einer Schule ein Infektionsgeschehen auftritt. Sollten bei den Testungen Infektionsfälle mit dem Coronavirus festgestellt werden, entscheiden die unteren Gesundheitsbehörden über weitere Maßnahmen.

Um die in Nordrhein-Westfalen vorhandenen Laborkapazitäten, derzeit rund 240.000 Testungen pro Woche, nicht zu überfordern, sollen die Tests wöchentlich abwechselnd stattfinden. Die Organisation erfolgt über die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe. Details zum Verfahren werden derzeit erarbeitet. „Die KV Nordrhein unterstützt die Pläne des MAGS für die Testungen von Erziehern und Lehrern im Rheinland und arbeitet daran, die dafür nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Über Details der Zusammenarbeit und der Abläufe stehen wir mit dem MAGS in engem Austausch, um die Testungen in diesem erheblichen Umfang und in dieser Frequenz zu ermöglichen. Sobald hierzu konkrete Bedingungen und Abläufe vorliegen, wird die KVNO ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit informieren“, so der Vorstand der KV Nordrhein.

Statement des Vorstands der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein:

"Die KV Nordrhein unterstützt die Pläne des MAGS für die geplanten flächendeckenden Testungen von Erziehern und Lehrern im Rheinland und arbeitet daran, die dafür nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Über Details der Zusammenarbeit und der Abläufe stehen wir mit dem MAGS in engem Austausch, um die gewünschten Testungen in diesem Umfang und in dieser Frequenz zu ermöglichen. Sobald hierzu konkrete Bedingungen und Abläufe vorliegen, wird die KVNO ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit informieren."