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Hausärztliche Forschungspraxen gesucht

08.05.2020 KVNO aktuell, Praxisinfos

Acht Universitäts-Standorte in Nordrhein-Westfalen haben ein Verbundprojekt zur hausärztlichen Forschungsinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen gegründet, kurz hafo.nrw. Ziel ist es, durch eine nachhaltige Infrastruktur zur Durchführung von Versorgungsforschungs-, epidemiologischen als auch klinischen Studien im Setting einer Hausarztpraxis zu schaffen.

Dafür suchen die universitären Institute für Allgemeinmedizin Praxen, die sich am Projekt beteiligen. Dabei sollen Praxistandems aus Arzt und Medizinischer Fachangestellter für die versorgungsrelevante Forschung „aus der Praxis für die Praxis“ eng mit ihren Universitäten zusammenarbeiten.

In Deutschland finden etwa 90 Prozent der medizinischen Versorgung durch Vertragsärzte statt, davon ein Großteil in Hausarztpraxen. Das Projekt wurde gegründet, damit die allgemeinmedizinische Forschung langfristig etabliert und das Fach Allgemeinmedizin in Aus-, Fort- und Weiterbildung auch für den hausärztlichen Nachwuchs gestärkt wird.

Bundesweit werden bisher sechs solcher Verbünde gefördert. Über eine zentrale Koordinierungsstelle sind diese miteinander vernetzt, um eine Zusammenarbeit mit nationaler und internationaler Sichtbarkeit zu ermöglichen. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über fünf Jahre mit insgesamt 3,75 Millionen Euro geförderten Vorhaben kooperieren die Universitäten Aachen, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln, Münster und Witten/Herdecke.

 

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