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Früherkennung Zervixkarzinom: Neue Abrechnungsbestimmung

30.03.2020 Honorar, KVNO aktuell, Praxisinfos

Seit 1. April 2020 können Ärzte bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs die klinische Untersuchung und die Abklärungsdiagnostik am gleichen Behandlungstag durchführen und abrechnen. Das hat der Bewertungsausschuss beschlossen. Der bisherige Abrechnungsausschluss im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) wurde aufgehoben. Konkret geht es um die Gebührenordnungsposition (GOP) 01760 für eine klinische Krebsfrüherkennungsuntersuchung und die GOP 01764 für die Abklärungsdiagnostik.

Rückwirkend zum 1. Januar 2020 hat der Bewertungsausschuss Anpassungen beim HPV-Test zur Früherkennung von Zervixkarzinomen vorgenommen. Demnach muss die Genotypisierung der HPV-Typen 16 und 18 bei positivem HPV-Nachweis im Rahmen des Zervixkarzinom-Screenings als obligater Leistungsinhalt der GOP 01763 und 01767 gestrichen und in der neuen GOP 01769 abgebildet werden.

Die Streichung der HPV-Genotypisierung aus dem Leistungsinhalt der GOP 01763 und 01767 und die Übertragung der Leistung in die GOP 01769 wurden leistungsbedarfsneutral ausgestaltet.

Die Durchführung der HPV-Tests im Rahmen der Krebsfrüherkennung Zervixkarzinom ist eine der GOP 32819 entsprechende Leistung. Daher erfordert sie eine Genehmigung nach der Qualitätssicherungsvereinbarung Spezial- Labor.