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Klarstellung zur angepassten Onkologie-Vereinbarung

06.02.2020 KVNO aktuell, Praxisinfos

Die Onkologie-Vereinbarung wurde zum 1. Januar 2020 überarbeitet. In diesem Zuge wurde der Begriff "zytostatische Tumortherapie" durch "medikamentöse Tumortherapie" ersetzt und eine entsprechende Definition aufgenommen. Aufgrund zahlreicher Nachfragen stellt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hierzu Folgendes klar:

Mit der Änderung des Begriffs und der neuen Definition wurde die Onkologie-Vereinbarung an den Stand der medizinischen Wissenschaft und Technik angepasst. Denn die "medikamentöse Tumortherapie" umfasst inzwischen neben unspezifisch zytostatisch wirksamen Medikamenten auch neue Medikamente, die ebenfalls in die Definition eingeschlossen werden sollten.

Die neue Definition bezieht sich nur auf die Kostenpauschalen, die in der Leistungslegende den Begriff "medikamentöse Tumortherapie" enthalten: Das sind die Kostenpauschalen: 86514, 86516 und 86520.

Die Kostenpauschalen 86510 und 86512 enthalten den Begriff nicht und sind daher nicht an die Durchführung einer "medikamentösen Tumortherapie" gebunden. So kann bei der Kostenpauschale 86512 auch eine Therapie mit ausschließlich hormonell beziehungsweise antihormonell wirksamen Medikamenten zum Einsatz kommen, sofern es sich nicht um die Behandlung im Rahmen der Nachsorge handelt.

Die Kriterien für die Bestimmung der durchschnittlichen Patientenzahl je Arzt, in denen der Begriff "medikamentöse Tumortherapie" ebenfalls verwendet wird, ändern sich der KBV zufolge inhaltlich nicht.