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Bezug von Kontrastmitteln im SSB: Änderung ab 1. April 2020

07.02.2020 KVNO aktuell, Praxisinfos

Ab dem 1. April 2020 gibt es Rahmenvereinbarungen zur Abgabe und Abrechnung von Kontrastmitteln, die im Sprechstundenbedarf (SSB) verordnet werden. Diese Änderung hatten die Krankenkassen bereits im Zuge der gekündigten Vereinbarung über die Pauschalierung von Kontrastmitteln Ende letzten Jahres mitgeteilt. Das europaweite Ausschreibungsverfahren ist nun beendet und es steht fest, mit welchen Unternehmen die Rahmenverträge vereinbart wurden.

Pharmazeutische Unternehmen, Großhändler oder Lieferanten, mit denen ein Rahmenvertrag zur Belieferung mit Kontrastmitteln abgeschlossen wurde, sollen radiologisch tätige Vertragsarztpraxen ab 1. April 2020 mit Kontrastmitteln bedienen. Innerhalb jeder Kontrastmittelgruppe beziehungsweise jeden Fachloses gibt es ein Kontrastmittel, das im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens als wirtschaftliches Vertragsprodukt festgeschrieben wurde und vorrangig zu verordnen und über den festgelegten Lieferanten zu beziehen ist.

Die Kontrastmittel sollen direkt bei dem für die jeweilige Kontrastmittelgruppe beziehungsweise das Fachlos ausgewiesenen Lieferanten bestellt werden. Abweichungen müssen Ärzte auf dem Verordnungsblatt kurz begründen. Die Krankenkassenverbände haben die Ärzte bereits schriftlich über die neuen verbindlich geltenden Rahmenbedingungen informiert.

Vom 25. März bis 1. April 2020 können Praxen im 1. Quartal verbrauchte Kontrastmittel im Rahmen der Ersatzbeschaffung verordnen; entscheidend ist das Ausstellungsdatum auf der Verordnung. Ab 1. April 2020 (Ausstellungsdatum der Verordnung) sind auch für die im 1. Quartal 2020 verbrauchten Kontrastmittel die Regelungen des Ausschreibungsverfahrens zu beachten.

Weitere Fragen zum Ausschreibungsverfahren beantworten die Krankenkassen.