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IT-Sicherheit in der Praxis: Back-up – Lebensversicherung für Praxisdaten

20.03.2020 KVNO aktuell, Praxisinfos

Die IT-gestützte Organisation der Praxis bringt viele Vorteile, die elektronischen Daten müssen aber jederzeit verfügbar sein. Eine regelmäßige und zuverlässige Sicherung ist daher extrem wichtig.

Moderne Praxisverwaltungssysteme übermitteln nicht mehr nur die elektronische Abrechnung an die Kassenärztliche Vereinigung, sondern bieten noch viel mehr: zum Beispiel die elektronische Dokumentation der Behandlung oder die Terminverwaltung. Aber was passiert, wenn es zu einem technischen Defekt kommt, bei dem Daten zerstört werden? Oder die Praxis Opfer eines Cyberangriffs wird, in dessen Zuge ein Zugriff auf die gespeicherten Daten nicht mehr möglich ist? In diesen Fällen rettet Sie nur ein vorliegendes Back-up.

Regelmäßige Datensicherungen sollten daher das A und O in der Praxis sein. Wie oft Sie tatsächlich ein Back-up durchführen, ist abhängig vom Risiko des Datenverlusts: Je mehr elektronische Informationen vorliegen, desto öfter sollte eine Praxis eine Sicherung vornehmen. Die Häufigkeit hängt auch von der Größe der Praxis und der Anzahl der Behandlungsfälle ab. Back-ups können täglich, wöchentlich oder sogar permanent ausgeführt werden.

Das Foto zeigt einen Totenkopf in rot im Binärcode.

Cyberangriffe nehmen zu. Oft sperren die Kriminellen die Praxisdaten. In so einer Situation hilft nur ein Back-up.

Entschieden wird zwischen einem Vollback-up, bei dem alle Daten gesichert werden, und einem inkrementellen Back-up, bei dem nur die Daten gesichert werden, die sich seit der letzten Sicherung verändert haben. Darüber hinaus kann auch eine Spiegelung der Sys­teme durchgeführt werden, bei der Sie nicht nur Daten, sondern auch die Programme sichern.

Bei der Frage der Zuverlässigkeit geht es insbesondere darum, wie gesicherte Daten abgelegt und aufbewahrt werden. Ein Back-up auf einer externen Festplatte, die niemals von der Praxis-IT getrennt wird, nutzt Ihnen weder bei einem Feuer- oder Wasserschaden noch wenn Sie sich in Ihrem Netzwerk einen Virus einfangen, der sich dann auch auf das Back-up überträgt. Schließen Sie auch aus, dass Unberechtigte auf die Datensicherungen zugreifen können, indem Sie die Sicherungen optimal verwahren. Die wichtigsten Maßnahmen in Sachen Back-up haben wir für Sie in der folgenden Checkliste zusammengestellt.

Claudia Pintaric