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Telemedizin: Förderung beantragen

21.01.2020 KVNO aktuell, Praxisinfos

Für Praxen, Pflegeheime und Hospize in Nordrhein hat das Land Nordrhein-Westfalen eine Million Euro an Fördermitteln für die weitere Verbreitung der Telemedizin bereitgestellt. Das Interesse an den Mitteln ist groß: Die Anträge von gut 30 Praxen sind bereits angenommen worden.

Insgesamt hat die KV Nordrhein bis Mitte Januar Zusagen für Fördergelder in Höhe von 200.000 Euro getätigt. Und es stehen immer noch ausreichend Mittel zur Verfügung; Förderanträge können noch bis zum 16. Februar gestellt werden.

Gefördert wird zum einen die technische Infrastruktur zur Durchführung von Videosprechstunden zwischen Ärzten und Patienten sowie zur telemedizinisch gestützten Delegation. Geld gibt es für technische Telemedizinkomponenten wie zum Beispiel den Telearzt-Rucksack.

Infrastruktur und Fortbildungen
Die Grafik zeigt eine Tastatur mit der Aufschrift Telemedizin

Mit den Fördergeldern werden auch Fortbildungen für Ärzte und Medizinische Fachangestellte (MFA) gefördert.

Die Anschaffungskosten werden mit bis zu 90 Prozent für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten, medizinische Versorgungszentren und Praxisnetze übernommen. Schaffen sich Pflegeheime und Hospize die entsprechende Infrastruktur für die Nutzung der elektronischen Visite in der Pflege an, erhalten sie eine Förderquote von 60 Prozent.

Zahlreiche Fortbildungen für Ärzte und Medizinische Fachangestellte (MFA) im Bereich Telematik und Telemedizin sind förderfähig. Beispielsweise die Ausbildung von MFA zur Entlastenden Versorgungsassistentin (EVA) oder zur Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH) sowie alle mit Fortbildungspunkten bewerteten Seminare. Fortbildungen und Seminare werden mit bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten gefördert.

Gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen, den Hausärzteverbänden und den Krankenkassen hat das Land ein Förderprogramm entwickelt, mit dem Arztpraxen, Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und Hospize die Förderung technischer Telemedizinkomponenten und eHealth-Fortbildungen beantragen können. Insgesamt standen in dem Projekt eine Million Euro zur Förderung von Akteuren in Nordrhein zur Verfügung.

Mehr Infos zur Förderung und zum Förderantrag