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KV Nordrhein präsentiert neuen Qualitätsbericht

04.02.2019 Pressemitteilungen

Patienten aus dem Rheinland können darauf vertrauen, nach aktuellen medizinischen Standards und wissenschaftlichen Erkenntnissen ambulant versorgt zu werden. Wesentliche Grundlage dafür sind die hohen Anforderungen und Anstrengungen bei der Qualitätssicherung, die bei der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung in Nordrhein durch die rund 19.500 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten zur Anwendung kommen. Einen aktuellen Überblick über die Facetten und Bereiche der ambulanten Qualitätssicherung gibt der neue Qualitätsbericht 2018 der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.

"Die Sicherheit des Patienten ist das oberste Ziel der Gesundheitsversorgung. Unser Qualitätsbericht zeigt einmal mehr, auf welch hohem Niveau und Engagement der Niedergelassenen die nordrheinischen Patienten ambulant versorgt werden", sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

NPPV-Projekt im Fokus

Zu den wesentlichen Bestandteilen des diesjährigen Berichts zählt das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses geförderte Versorgungsmodell zur "Neurologisch-psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung" (NPPV) in Nordrhein. Mit diesem Projekt erprobt die KV Nordrhein seit Ende 2017 gemeinsam mit Kooperationspartnern eine gestufte und koordinierte Versorgung von Patienten mit schweren neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen. Eine bestmöglich auf den Erkrankten zugeschnittene Versorgung soll mittels intelligenter Steuerung und Kooperation den Behandlungsprozess effizienter gestalten. Damit können Patienten in Akutsituationen schneller in die Behandlung geführt und Chronifizierungen weitestgehend verhindern werden.

Positive Entwicklung der DMP

Des Weiteren zeigt der Bericht die Entwicklung der Disease Management Programme (DMP), die seit dem Jahr 2002 sukzessive in Nordrhein etabliert und ausgebaut wurden. Die vertraglich festgelegten Qualitätsziele der DMP haben nachweislich dazu geführt, dass sich die Versorgungsqualität der Patienten verbessert hat. Allein in dem Zeitraum zwischen den Jahren 2008 und 2017 hat sich in Nordrhein sowohl die Zahl der in den DMP betreuten Patienten als auch die der teilnehmenden Ärzte stark erhöht: So stieg die Gesamtzahl der Patienten von knapp unter 650.000 auf fast 900.000 an, diejenige der teilnehmenden Ärzte legte von etwa 5.800 auf fast 6.400 zu. "Mit Blick auf den großen medizinischen Nutzen der DMP-Programme wünsche ich mir noch viel mehr teilnehmende Patienten. Deshalb appelliere ich an unsere Mitglieder, entsprechende Patienten aktiv für eine Teilnahme zu motivieren", sagt Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

Zusätzlich beinhaltet der Bericht Beiträge zum "Critical-Incident-Reporting-System Nordrhein-Westfalen" (CIRS-NRW), das als Instrument des Risikomanagements bestens geeignet ist, sicherheitsrelevante Ereignisse in der Gesundheitsversorgung zu erkennen, zu analysieren und Maßnahmen zu deren Vorbeugung abzuleiten. Der Bericht zeigt, dass über kritische Ereignisse zunehmend offen gesprochen und aus ihnen gelernt wird.