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KV Nordrhein schafft neue Anlaufstellen im ambulanten Notdienst der Stadt Köln

09.12.2019 Pressemitteilungen

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein informierte heute im Rahmen eines Pressegespräches über Veränderungen an der Struktur des ambulanten Notdienstes in Köln.

Zentral im Norden: Praxis am Heilig-Geist Krankenhaus

Danach bekommen die Kölnerinnen und Kölner im linksrheinischen Stadtnorden eine neue Notdienstpraxis als zentrale Anlaufstelle. Am "Heilig-Geist Krankenhaus" in Köln-Longerich (Graseggerstr. 105) eröffnet die KV Nordrhein am 2. Januar 2020 eine neue Praxis, die anders als das bisherige Angebot in Chorweiler den aktuellen Anforderungen an eine Notdienstpraxis mit direkter Anbindung an ein Krankenhaus entspricht. Der Betrieb der "Notdienstpraxis des Kölner Nordens" am bisherigen Standort in Chorweiler (Florenzer Str. 84) wird zum 2. Januar enden, der die Praxis betreibende Verein löst sich auf. Patienten werden in der Chorweiler Praxis noch bis einschließlich Neujahr versorgt.

Rechtsrheinisch wird die Notdienstpraxis am Evangelischen Krankenhaus in Köln-Kalk (Buchforststr. 2) zur zentralen Anlaufstelle für Menschen im nord-östlichen Stadtgebiet. Die Notdienstpraxis in Köln-Mülheim (Genovevastr. 3) stellt dafür am 16. Dezember ihren Betrieb ein.

Zeitgemäße Versorgung mit Anbindung an Kliniken

"Die Notdienstpraxen in Mülheim und Chorweiler haben keine Anbindung an ein Krankenhaus und entsprechen damit nicht mehr den von Landes- und Bundespolitik geforderten Anforderungen einer zeitgemäßen Notdienstversorgung. In Kalk und in Longerich sind dagegen die Bedingungen für eine zukunftssichere und leistungsfähige Notdienstversorgung gegeben", sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. "Wir werden in Köln weiterhin eine hohe Zahl an zentralen Anlaufstellen im Stadtgebiet haben – vor allem im Vergleich zu anderen Großstädten", betont Dr. med. Jürgen Zastrow, Vorsitzender der Kreisstelle Köln der KV Nordrhein.

Zum Angebot gehört rechtsrheinisch weiterhin die Notdienstpraxis am Krankenhaus Porz (Urbacher Weg 19), die zur Akutversorgung der südöstlichen Stadtteile Kölns geöffnet ist.

Weitere Anlaufstellen auch außerhalb der Stadt

Im Kölner Norden stehen zusätzlich zur neuen Einrichtung in Longerich und bis zu deren Eröffnung die Notdienstpraxen am St. Franziskus-Hospital, Schönsteinstr. 63, in Ehrenfeld sowie am St. Vinzenz-Hospital in Nippes (Kempener Str. 88 b) als Anlaufstellen für die ambulante Versorgung zur Verfügung.

Wichtig: Bürgerinnen und Bürger sind nicht an einzelne Standorte beziehungsweise Notdienstpraxen gebunden. So können die Menschen im Kölner Norden je nach Wohnort und Verkehrsverbindung auch die Notdienstpraxis am Kreiskrankenhaus Dormagen (Dr.-Geldermacher-Str. 20) aufsuchen, die montags, dienstags und donnerstags von 18 bis 22 Uhr, mittwochs und freitags von 13 bis 22 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 7.30 bis 22 Uhr geöffnet ist.

"Von den Veränderungen bei den Notdienstpraxen unberührt bleibt die Versorgung bettlägeriger Patienten, die keine Notdienstpraxis aufsuchen können. In diesen Fällen kann über die kostenlose Rufnummer 11 6 11 7 der Arztrufzentrale NRW weiterhin ein ärztlicher Hausbesuch erfragt werden", so Zastrow. Im Bereich der Stadt Köln ist die 11 6 11 7 durch eine Kooperation zwischen KV Nordrhein und der Rettungsleitstelle der Stadt Köln dabei auch tagsüber zu allen Wochentagen erreichbar und bietet Hilfe und Unterstützung bei gesundheitlichen Beschwerden.