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KV Nordrhein präsentierte NPPV-Projekt beim Zi-Innovationspreis

14.03.2019 Pressemitteilungen

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) hat gestern zum zweiten Mal einen Wettbewerb um den „Zi-Innovationspreis“ veranstaltet, der in den Kategorien Digitalisierung, Vernetzung, Nachwuchsförderung und Sicherstellung vergeben wird. Unter dem Titel „Ausgezeichnete Gesundheit“ wurden in Berlin 16 regionale Projekte vorgestellt, darunter auch das nordrheinische NPPV-Projekt zur neurologisch-psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung, das KVNO-Vorstandsvorsitzender Dr. med. Frank Bergmann in einem Drei-Minuten-Statement präsentierte.

Im Vergleich zu einigen eher kleinräumigen und überschaubaren Initiativen konnte Bergmann auf ein nordrheinweites Projekt verweisen, dessen Netzwerk-Gedanke erfolgreich zum Tragen kommt – inzwischen sind 5000 Patientinnen und Patienten eingeschrieben und knapp 500 Ärzte und Therapeuten in 320 Praxen daran beteiligt, eine strukturierte und koordinierte Versorgung in Akutfällen bereitzustellen. „Wir wollen kürzere Wartezeiten, mehr Kommunikation und Vernetzung, weniger Therapieabbrüche und eine höhere Lebensqualität erreichen“, sagte Bergmann. „NPPV bietet Struktur und Orientierung für Überweiser, Behandler und Patienten.“ Bergmann betonte das Potenzial des Projekts für die Regelversorgung, denn es trägt dazu bei, ärztliche und therapeutische Ressourcen zu schonen und zugleich die Qualität der Versorgung zu erhöhen.

Auch bei zwei weiteren Projekten ist die KV Nordrhein beteiligt beziehungsweise aktiv: Die von der KV Westfalen-Lippe präsentierte indikationsbezogene elektronische Fallakte ist Teil des Projekts „eHealth NRW“, an dem sich die KVNO beteiligt. Zum von der KV Thüringen gezeigten „ZNS-Konsil“, bei dem Hausärzte schnell und einfach per Software die Expertise von Fachärzten nutzen können, gibt es seit Ende vergangenen  Jahres auch einen entsprechenden Vertrag in Nordrhein.

„Dieser Abend hat gezeigt, wie facetten- und ideenreich die ambulante Versorgung ist und mit welch hoher Kreativität und Engagement sich die Vertragsärzte ihren Patienten widmen. Wir als KV-System garantieren eine qualitätsgesicherte und wohnortnahe Versorgung durch Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten. Das bedeutet, dass vor Ort die besten Lösungen gefunden werden. Das ist die besondere Stärke unseres leistungsfähigen Systems. Man nennt das Selbstverwaltung“, sagte Dr. med. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Bei der Abstimmung entschieden die rund 300 Gäste aus Politik, Ärzteschaft und Forschung per Liveabstimmung unmittelbar nach den Projekt-Statements über die Preisvergabe. Der erste Preis in der Rubrik „Versorgung digital“ ging an das Telemedizinprojekt docdirekt der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg. Per Telefon oder Videotelefonie bekommen Patienten kompetente medizinische Beratung von niedergelassenen Ärzten.

Das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg, ein Zusammenschluss von niedergelassenen Ärzten, Psychotherapeuten und Kliniken, bekam die Auszeichnung in der Sparte „Versorgung vernetzt“ für eine Initiative zur modernen, intersektoralen Wundversorgung durch die Einbindung von sechs netzeigenen Wundmanagerinnen. Bei der „Nachwuchsförderung“ ging der Preis an das Medizinische Stipendium Osterburg in der sachsen-anhaltinischen Altmark, wo junge Mediziner unter anderem mit Stipendium und kostenlosem Wohnraum für Studenten für die Übernahme einer Praxis in Osterburg gewonnen werden sollen.

In der Rubrik „Versorgung mit Sicherheit“ ging die mobile Arztpraxis „Medibus“ der KV Hessen als Sieger hervor. Ausgestattet mit Warte- und Arztzimmer sowie einem Labor steuert der Medibus mehrmals wöchentlich sechs Gemeinden in Nordhessen an, um Patienten hausärztlich zu versorgen.

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